Mittwoch, 27. August 2008

The Outback- Unendliche Weiten

Hello again... bin ja echt beeindruckt von Euren Antworten und die dem offensichtlich zugrunde liegende rege Heimsuchung meines Blogs. Die Antworten werde ich Euch heut aber noch schuldig bleiben. Die fleissigen Kommentatoren erhalten jedenfalls alle Post von mir... brauche nur noch einige Adressen (Volker, Marika und Katrin, sorry hab ich verbummelt).
So nun aber zu den hard facts: Zu unserer Zugfahrt von Darwin nach Alice Springs schreib ich nur soviel, als dass der Gahn schon ein recht cooler alter Zug ist und uns eigentlich nur die unbequemen Sitze missfallen haben. Besonderes Highlight war ein Zwischenstopp im Katherine Nationalpark bei dem wir uns unter den angebotenen Touren fuer das Kanu und schweisstreibende Arbeit an einigen Stromschnellen entschieden haben.

In Alice wechselten wir in den Greyhound Bus nach Erldunda (200 km suedlich von Alice Springs), wo wir auf einen Truck mit einigen Rindern und unserem neuen Boss umstiegen. Na eigentlich hatte seine Frau die Regie ueber uns, da unser erster Wwoofing job (d.h. freiwillige Arbeit fuer Kost und Logie als Gegenleistung) auf einer Farm hauptsaechlich aus Hausarbeit und Kinderbetreuung bestehen sollte. Doch das Drumherum war schon echt beeindruckend, wenn auch ehrlich gesagt auf Dauer etwas trostlos und einsam. Mit dem Truck ging es erst einmal 80 km auf einer Schotterpiste vom Stuart Highway weg zur Farm. Dort wo kein Handy mehr Empfang hat und Einkaeufe Tagestouren darstellen, sollten wir die naechsten Tage leben. Ja richtig gehoert, wir sind doch nur knapp eine Woche geblieben, da die Arbeit nicht so ganz unserer Vorstellung von Farmarbeit entsprach.
Haben aber trotzdem den Alltag einer jungen Outbackfamilie kennen gelernt, in der wenig gesprochen aber viel fern gesehen wird, wo es immer lecker viel Essen (hauptsaechlich selbst geschlachtetes Rind und Lamm) gab und die Kinder aus Mangel an Sozialkontakten schon etwas entwicklungsverzoegert sind (v.a. in der Sprache). Hmmm, ist schwer in so wenige Worte zu fassen. Werd mich spaeter nochmal an einer genaueren Schilderung versuchen.
Sind nun in Alice Springs in einer total tollen Herberge und brechen bald zum Uluru/ Ayers Rock auf.

Dienstag, 19. August 2008

The land rules... und was man noch so im Kakadu National Park erfaehrt

Vielen Dank fuer Eure Kommentare. Weil ihr so fleissig ward, gibt es auch gleich zur Belohnung einen neuen Bericht.
Wir sind gestern abend von unserer Tour aus dem Kakadu National Park zurueckgekehrt. Wir waren in einer super Gruppe unterwegs und hatten einen extrem guten Guide (Fuehrer). Neben der Natur waren wir von seinen vielen Geschichten am meisten begeistert. Oder wusstet ihr schon, warum die Aboriginals so duenne Beine haben? Oder warum Australien Australien heisst? Oder warum die Erde in Australien so rot ist? Ratet mal. Ich werde dann die besten Antworten mit einer Postkarte belohnen.
Wir haben eine Menge gesehen und gehoert: wir haben nicht nur eine River cruise (Flussfahrt) neben Krokodilen gemacht, im Biwaksack unter freiem Himmel geschlafen und Didgeridoo gespielt, sondern auch einen Aborigine Tanz den "Shake-a-leg" gelegt und sind als Tiere ums Lagerfeuer getanzt. Am naechsten Tag haben wir am Hinterteil von gruenen Baumameisen geleckt (ja wirklich!!!), was nach Zitrone schmeckt. Natuerlich sind wir auch schwimmen gegangen... in krokodilsicheren Gewaessern. Hach, ich bin immer noch ganz begeistert. Ich hoffe das kommt rueber.
Aber zurueck zum Titel: "The land rules" bedeutet, dass wir viel ueber die Natur, die Pflanzen- und Tierwelt Australiens erfahren haben. Das Land ist sehr trocken und wenig fruchtbar. Die Aboriginal people, die einheimischen Tiere und Pflanzen haben es sehr gut verstanden, sich damit zu arrangieren und dies zu nutzen, um zu ueberleben. Im krassen Gegensatz dazu steht bisweilen die westliche Kultur. Ich brauche wohl nicht erklaeren warum. Der Trip in den Park war jedenfalls eine gute Gelegenheit sich zu erinnern, dass wir uns eigentlich dem anpassen sollten, was uns die Umwelt/ Natur vorgibt und nicht andersrum.
So, ihr werdet jetzt einige Zeit nix von mir hoeren, da wir die naechsten zwei Wochen auf einer farm im Outback arbeiten. Also bis spaeter.

Donnerstag, 14. August 2008

Darwin- Capital of outback australia

Heute geht unsere erste Woche in Australien vorueber. Wir haben uns langsam aklimatisiert (mein deutscher Sonnenbrand ist auch schon abgeblaettert) und kommen mit der Hitze mittlerweile gut klar. Sonnencreme und gelegentlich auch eine Kopfbedeckung (habe noch nicht den perfekten Hut gefunden) sind natuerlich Pflicht. Hin und wieder kuehlen wir uns unter einem der vielen Rasensprenger (heisst das Ding so?) ab oder gehen schwimmen. Darwin City und alles was entlang der Buslinie 4 zu finden ist kennen wir schon ganz gut. Vor allem die Straende (Lameroo Beach, Mindil Beach, Fannie Bay, Cullen Bay) haben es uns angetan. Toller Sand hier.
Hier noch einige wichtige Facts, da ich nicht mit Details aus dem Reisefuehrer langweilen will: In Australien werden jaehrlich mehr Menschen von einem umstuerzenden Getraenkeautomaten getoetet, als von Krokodilen. Entsprechend haben wir bislang auch weder ein Krokodil noch ein aehnlich gefaehrliches Tier getroffen... aber eine Coke sollte man sich lieber nicht aus dem Automaten ziehen :-).
Hier in der Gegend leben viele Aboriginal people (das ist der politisch korrekte Ausdruck). Leider kommt man nicht so richtig in Kontakt mit ihnen. Sie wirken seltsam deplaziert in dieser westlich gepraegten Stadt. Die meisten Weissen scheinen sie zu ignorieren oder still zu dulden. Viele indigenous people (noch so ein politisch korrekter Begriff) haben ein Alkoholproblem oder psychische Probleme, sind arbeitslos und haengen tagsueber im Park rum. Sie scheinen meist in ihrer festen "community" und/oder Sozialwohnungen zu leben. Vor diesen Wohnbereichen stehen eigens von der Regiereung aufgestellte Schilder mit Alkoholverboten, mit denen man wohl dem Problem Alkohol Herr werden will. Hilft meiner Meinung nicht viel, da einfach wo anders getrunken wird.... Alles in allem werde ich aus dem Ganzen noch nicht so recht schlau. Mal sehen, was ich im Laufe der Zeit so erfahre.
Morgen gehen wir auf eine 3-Tagestour in den Kakadoo-National Park. Danach gibt es neue Bilder und Eindruecke. Bis dahin, schaut mal in die Diashow rein.

Samstag, 9. August 2008

Ich bin daaaaaaaa!!!

Es ist vollbracht! Nach einem relativ ereignislosen (d.h. sicheren) Flug von insgesamt 16 1/2 Stunden sind wir in Darwin heute morgen gegen 4 Uhr angekommen. Da unser Hostel so frueh noch keine neuen Schlafgaeste aufnahm, haben wir zunaechst einen Spaziergang am Strand gemacht, dann gefruehstuckt und dann einen Ausflug auf den Markt und ans Meer gemacht. Und das alles bei traumhaften 35 grad Celsius (Es ist hier uebrigens noch Winter.). Staendig kuemmern sich aufmerksame Buerger um uns. So lernten wir den besten Busfahrer des Stadt kennen, der uns gleich noch Englischnachhilfe gab, wurden an einer Bushaltestelle darueber insformiert, dass dort Samstags gar kein Bus verkehrt und als ich voellig uebermuedet im Bus fast vom Sitz fiel, wurde ich besorgt gefragt, ob alles OK sei und ich frische Luft brauche. Da kann man sich ja nur gut aufgehoben fuellen.
Alles weitere im naechsten Eintrag. heute bin ich nicht mehr so fit. Schliesslich habe ich fast drei Tage nicht mehr geschlafen. Also, verzeiht alle Rechtschreibfehler. Bis bald.