Als blinder Passagier einer Goin South Tour gelangte ich vor nunmehr gut anderthalb Wochen (dank Geoffs Ueberredungskuensten) kostenlos in die Grampians. Gleich am ersten Tag startete ich zu einer kleinen Wanderung von 5 km Laenge, die mich nicht nur steile Haenge hinauf sondern auch auf einen langen, spitz zulaufenden mit wunderbarem Rundblick versehenen Felsen fuehrte. Traf bei der Wanderung als kleinen Vorgeschmack auf die vielfaeltige Tierpopulation der Gegend auch gleich eine Schlange, mehrere Kangaroos und Echsen und legte eine ausgiebige Fotosession mit einem Echidna ein. Die naechsten drei Tage verliefen aehnlich: taeglich eine etwas laengere schweisstreibende und muskelstaehlernde Wanderung bergauf und bergab (und nicht nur ein bisschen, sondern immer gelich ganz steil hoch und dann wieder runter), wunderschoene Natur, Begegnungen mit verschiedensten Pflanzen und Tieren und dann am Nachmittag eine Dusche und der Genuss von Kaeffchen und diversen Backwaren in Halls Gap bei einem guten Buch. Ein richtiger kleiner Urlaub vom Backpackerleben also. ;-)
Im oertlichen Aboriginal culture centre habe ich mich auch schlau gemacht: Es gibt in den Grampians viele art sites der Aboriginals. Meist sind es Hoehlen bzw. Felsvorspruenge, die als shelter/ Schutz dienten und jahrtausende alte Malereien ausweisen. Und einer davon heisst Manja shelter, weil darin viele Handabdruecke zu sehen sind. Manja heisst daher in der Sprache des regionalen Aboriginal Stammes wohl soviel wie Hand. Coole Sache.
Die Hostelauswahl habe ich auch wieder sehr gut getroffen. Zwar war es recht leer, aber die Reisenden, die dort waren, und auch der Betreiber John waren immer fuer ein Schwaetzchen und ein Glaeschen Wein oder Bier zu haben.
Fuehlte mich also rundum wohl, als ich am Freitag mit dem Bus zurueck nach Warrnambool fuhr, um dort doch noch eine weitere Woche zu wohnen und arbeiten...
Freitag, 31. Oktober 2008
Sonntag, 19. Oktober 2008
Immer noch in Warrnambool
Ja, ich habe mich immer noch nicht weiterbewegt, aber wenn man schon mal so einen schoenen Ort gefunden hat....
Habe neulich leider keine Wale gesehen. Nur eine Robbe. War aber trotzdem eine schoener Ausblick und je laenger man aufs Meer starrt, um so haeufiger glaubt man, etwas zu sichten.
Gestern war ich mit zwei deutschen Maedels (Nora und Nikola, Lehrerinnen aus Baden-Wuertemberg) und einem durchgeknallten 21-jaehrigen Lehramtsstudenten aus Melbourne unterwegs. Haben den Umstand, dass er ein Auto hat, genutzt, um die Great Ocean Road entlang, zu den 12 Aposteln zu touren. Deren Anblick teilten wir dann mit hunderten asiatischen Touristen. Von den 12 Steinzipfeln ragen uebrigens mittlerweile nur noch 8 (bzw. 6, bei zweien waren wir nicht sicher, ob sie zu den Aposteln gehoeren) aus dem Meer. Anschliessend haben wir fuer Matthew und seinen Kumpel Shaun (war nicht mit, da kraenklich) gekocht. Einschliesslich diesem Mahl, habe ich dann diese Woche 4 Mal Fisch gegessen. Lebe also sehr gesund (freu dich Mutti).
Die letzten Abende und Tage waren alle recht lustig. Abends habe ich Pool und Monopoly mit verschiedenen Backpackerbewohnern gespielt oder an der Bar einige Drinks von den Eigentuemern spendiert bekommen (Samstag gab es sogar Pizza). Die sind echt nett und offensichtlich sehr dankbar, dass ich ihnen einen Teil der Arbeit abnehme.
Morgen fahre ich dann doch noch in die Grampians, einem Nationalpark noerdlich von hier und werde wandern. Dann schau ich mal, ob ich noch ein paar Tage hierher zurueckkomme (Pru die Chefin hat mir das schon angeboten) oder weiter nach Apollo Bay fahre.
Ihr hoert von mir. Bis bald.
Habe neulich leider keine Wale gesehen. Nur eine Robbe. War aber trotzdem eine schoener Ausblick und je laenger man aufs Meer starrt, um so haeufiger glaubt man, etwas zu sichten.
Gestern war ich mit zwei deutschen Maedels (Nora und Nikola, Lehrerinnen aus Baden-Wuertemberg) und einem durchgeknallten 21-jaehrigen Lehramtsstudenten aus Melbourne unterwegs. Haben den Umstand, dass er ein Auto hat, genutzt, um die Great Ocean Road entlang, zu den 12 Aposteln zu touren. Deren Anblick teilten wir dann mit hunderten asiatischen Touristen. Von den 12 Steinzipfeln ragen uebrigens mittlerweile nur noch 8 (bzw. 6, bei zweien waren wir nicht sicher, ob sie zu den Aposteln gehoeren) aus dem Meer. Anschliessend haben wir fuer Matthew und seinen Kumpel Shaun (war nicht mit, da kraenklich) gekocht. Einschliesslich diesem Mahl, habe ich dann diese Woche 4 Mal Fisch gegessen. Lebe also sehr gesund (freu dich Mutti).
Die letzten Abende und Tage waren alle recht lustig. Abends habe ich Pool und Monopoly mit verschiedenen Backpackerbewohnern gespielt oder an der Bar einige Drinks von den Eigentuemern spendiert bekommen (Samstag gab es sogar Pizza). Die sind echt nett und offensichtlich sehr dankbar, dass ich ihnen einen Teil der Arbeit abnehme.
Morgen fahre ich dann doch noch in die Grampians, einem Nationalpark noerdlich von hier und werde wandern. Dann schau ich mal, ob ich noch ein paar Tage hierher zurueckkomme (Pru die Chefin hat mir das schon angeboten) oder weiter nach Apollo Bay fahre.
Ihr hoert von mir. Bis bald.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Jobsuche in Mt.Gambier und schoene Tage in Warrnambool
Wie ihr ja bereits lesen konntet, sah meine weitere Planung bis zum Eintreffen der Familie vor, einen Kurzzeitjob zu finden. Mit diesem Vorsatz reiste ich am Montag nach Mt. Gambier und wurde auch gleich vom Hostelbesitzer an eine Jobvermittlung verwiesen. Doch hier hiess es nur warten und Nummer hinterlassen. Am naechsten Tag klapperte ich 13 verschiedene Motels, Hotels und Restaurants ab und fragte nach Arbeit. Jedes Mal ohne Erfolg. Zumindest war das ein gutes Training fuers Selbstbewusstsein und fuer die Beinmuskeln, so einfach irgendwo hineinzuspazieren und nach Arbeit zu fragen. Hatte ich bisher noch nie gemacht. Von den vielen Ablehnungen war ich dann doch etwas down, kam dann aber zu der Erkenntnis, dass ich wohl fuer einen so kurzen Zeitraum wenig Chancen auf einen Job habe. Habe daher noch zwei letzte Versuche per Mail gestartet (deutsche Wuerstchenfabrik bei Melbourne und Weinstoecke pflanzen fuer drei Wochen im Norden von Victoria) und warte nun auf deren Antwort. Wenn das nix wird, gehe ich noch ein bis zwei Mal wwoofen und schaue mir weiter die Great Ocean Road an (sehr zu empfehlen!).
Derweil arbeite ich im Hostel von Warrnambool eine wenig und bekomme so (wie auch in Adelaide) die Unterkunft umsonst. Das Staedtchen, welches ich uebrigens nur aufgesucht habe, weil der Bus hier endet und ich ueber Nacht bleiben musste, wie auch das Hostel hat sich unterdessen als wahre Perle entpuppt. Super Strand, nette Leute, viel Natur... also ein guter Grund noch einige Tage zu bleiben.
Die vorhergehende Station Mt. Gambier war auch recht huebsch, besonders die beiden Vulkanseen, Blue und Valley Lake, waren Spitze. Ausserdem gibt es unzaehlige Hoehlen, auch mitten in der Stadt. Uebernachtet habe ich in einem ehemaligen Gefaengnis, welches nun gleich nach dem Dugout in Coober Pedy auf meiner Liste der skurilsten Unterkuenfte auf Platz 2 rangiert. Dort waren wir eine kleine Gruppe Arbeitsloser. Fasst alle ausser mir Australier, die wegen der Arbeitslosigkeit auch keine andere Bleibe als das Hostel fanden. Sehr nette Leute, aber auch recht bedrueckend und nicht so sehr stimmungsfoerderlich.
Warrnambool ist daher Mt. Gamiber echt vorzuziehen (hier ist es auch nicht so einsam im Hostel). Ihr hoert bestimmt bald wieder von mir. Ich fahre jetzt mit dem Rad zum "whale watching point" und halte mal Ausschau. Vielleicht habe ich ja Glueck. Habe gestern schliesslich schon Pinguine auf einer Insel gesehen. Die war aber leider fuer Besucher gesperrt. Die Tierchen brauchen halt ihre Ruhe.
So Leute, bis bald und liebe Gruesse.
Derweil arbeite ich im Hostel von Warrnambool eine wenig und bekomme so (wie auch in Adelaide) die Unterkunft umsonst. Das Staedtchen, welches ich uebrigens nur aufgesucht habe, weil der Bus hier endet und ich ueber Nacht bleiben musste, wie auch das Hostel hat sich unterdessen als wahre Perle entpuppt. Super Strand, nette Leute, viel Natur... also ein guter Grund noch einige Tage zu bleiben.
Die vorhergehende Station Mt. Gambier war auch recht huebsch, besonders die beiden Vulkanseen, Blue und Valley Lake, waren Spitze. Ausserdem gibt es unzaehlige Hoehlen, auch mitten in der Stadt. Uebernachtet habe ich in einem ehemaligen Gefaengnis, welches nun gleich nach dem Dugout in Coober Pedy auf meiner Liste der skurilsten Unterkuenfte auf Platz 2 rangiert. Dort waren wir eine kleine Gruppe Arbeitsloser. Fasst alle ausser mir Australier, die wegen der Arbeitslosigkeit auch keine andere Bleibe als das Hostel fanden. Sehr nette Leute, aber auch recht bedrueckend und nicht so sehr stimmungsfoerderlich.
Warrnambool ist daher Mt. Gamiber echt vorzuziehen (hier ist es auch nicht so einsam im Hostel). Ihr hoert bestimmt bald wieder von mir. Ich fahre jetzt mit dem Rad zum "whale watching point" und halte mal Ausschau. Vielleicht habe ich ja Glueck. Habe gestern schliesslich schon Pinguine auf einer Insel gesehen. Die war aber leider fuer Besucher gesperrt. Die Tierchen brauchen halt ihre Ruhe.
So Leute, bis bald und liebe Gruesse.
Freitag, 10. Oktober 2008
Bye bye baby...
Heute war es nun so weit, Claudia und ich haben uns getrennt... Nein, keine Streitereien, sondern Reiseplanung. Claudia wird sich jetzt die Westkueste anschauen und ich hier im Sueden einen Kurzzeitjob suchen, bevor ich mich dann Mitte November mit meiner Schwester in Melbourne treffe.
War schoen so zu zweit. Mal sehen wie es mir jetzt, nach so langer Zeit der trauten Zweisamkeit allein geht und ergeht.
Jetzt habt ihr natuerlich den Vorteil, gleich zwei Reiseverlaeufe verfolgen zu koennen.
Wiedersehen ist im Dezember in Sydney. Bis dahin, alles Gute Claudi und immer schoen an den Wasserhaushalt denken :-)
Kangaroo Island- Natur pur
Nach einer Woche Genesungsphase ging es fuer uns nach Kangaraoo Island, wo wir nach langem Suchen doch einen Wwoof-host und somit die Gelegenheit fanden, die Insel etwas genauer als in den angebotenen Touren kennen zu lernen. Unser Host hiess Bob und wie sich bald herausstellte lebte er allein, da seine Frau mit Alzheimer in einem Pflegeheim lebt. Bob war also recht froh ueber unsere Gesellschaft und nahm uns entsprechend herzlich auf und drueckte ein Kuesschen auf unsere Wange und uns an seine Brust (und zwar jeden morgen und abend). Gleich am ersten Abend ueberzeugte er uns von seinen Kochkuensten und begeisterte mich fuer die Beimischung von Rosinen und Nuessen zu jeglichen Speisen (sehr lecker).
Unsere Arbeiten variierten vom Abladen und Begraben toter Huehner (insgesamt 3 Ladungen), ueber das Heantrieben von Schafen zum "crutching" (der Hintern der Tiere wird geschoren, um sie von der dreckigen und teilweise recht beschissenen Wolle da hinten zu befreien) und
"labeling" (die Schafe erhalten jedes Jahr und speziell vor dem Verkauf ein Schild ins Ohr getuckert, welches auf den Besitzer verweist), das Aufmalen und Ausschneiden kleiner blauer Maennchen fuer die "Cancer Awareness Week" speziell fuer Prostata Krebs, Erbsenpfluecken und Puhlen, bis hin zum Unkrautzupfen in Nachbars Garten. Sehr abwechslungsreich und auch teilweise sehr geruchsintensiv also.

Die Tage bestanden jedoch nie aus zu viel Arbeit. An zwei abenden gingen wir Fischen und fingen jeweils ca. 60 "garfish", so wohl so etwas wie ein kleiner Schwertfisch ist. beim zweiten Mal durften wir die Fische auch entschuppen und filettieren. An einem weiteren Nachmittag gingen wir am Pennington Bay "boogie-boarden". Dabei legt man sich auf ein kurzes board und wirft sich in die naechst hoechste Welle, die einen dann manchmal die an den Strand traegt. Total witzig. HIghlight war natuerlich unsere Tagestour zu dem Touristenattraktionen der Insel: little Sahara (leider ohne Sandduenensurfen, dafuer aber Rollen von der Duene), Koala Walk, Kelly Hill Cave (Tropfsteinhoehle, die nur entdeckt wurde, weil ein Pferd Namens Kelly in den Eingang fiel), Vivonne Bay, Remarkable Rocks, Admirals Arch und den unzaehligen "New Zealand Fur Seals" die dort herumliegen und sich sonnen. Eine unglaublich tolle Tour und... ich durfte auch mal fahren.
An den Abenden spielten wir oft Scrabble oder assen mit unserem Nachbarn Dennis und dessen aktuellem koreanischen Wwoofer Shithead, Boule und Mini-Golf auf Bob's eigenem Golfplaetzchen. Als Exkursion in den deutschen Kochtopf gab es sogar Sauerkraut und Bratkartoffeln. Und wir bringen auch ein leckeres Keks-Rezept mit nach Hause: Anzac Biscuits, haben schon die Soldaten in frueheren Kriegen von ihren Muttis zur Unterstuetzung geschickt bekommen.
Ihr seht, es gibt kaum noch etwas, was wir nicht koennen oder zumindest ausprobiert haben. Werden wohl beide in Deutschland in die Landwirtschaft wechseln. ;-)
Ach, einheimische Tiere haben wir natuerlich auch gesehen: Kangaroos, Koalas, Echida (war nur eins),... bloss keine Schlange.
Unsere Arbeiten variierten vom Abladen und Begraben toter Huehner (insgesamt 3 Ladungen), ueber das Heantrieben von Schafen zum "crutching" (der Hintern der Tiere wird geschoren, um sie von der dreckigen und teilweise recht beschissenen Wolle da hinten zu befreien) und
Die Tage bestanden jedoch nie aus zu viel Arbeit. An zwei abenden gingen wir Fischen und fingen jeweils ca. 60 "garfish", so wohl so etwas wie ein kleiner Schwertfisch ist. beim zweiten Mal durften wir die Fische auch entschuppen und filettieren. An einem weiteren Nachmittag gingen wir am Pennington Bay "boogie-boarden". Dabei legt man sich auf ein kurzes board und wirft sich in die naechst hoechste Welle, die einen dann manchmal die an den Strand traegt. Total witzig. HIghlight war natuerlich unsere Tagestour zu dem Touristenattraktionen der Insel: little Sahara (leider ohne Sandduenensurfen, dafuer aber Rollen von der Duene), Koala Walk, Kelly Hill Cave (Tropfsteinhoehle, die nur entdeckt wurde, weil ein Pferd Namens Kelly in den Eingang fiel), Vivonne Bay, Remarkable Rocks, Admirals Arch und den unzaehligen "New Zealand Fur Seals" die dort herumliegen und sich sonnen. Eine unglaublich tolle Tour und... ich durfte auch mal fahren.
An den Abenden spielten wir oft Scrabble oder assen mit unserem Nachbarn Dennis und dessen aktuellem koreanischen Wwoofer Shithead, Boule und Mini-Golf auf Bob's eigenem Golfplaetzchen. Als Exkursion in den deutschen Kochtopf gab es sogar Sauerkraut und Bratkartoffeln. Und wir bringen auch ein leckeres Keks-Rezept mit nach Hause: Anzac Biscuits, haben schon die Soldaten in frueheren Kriegen von ihren Muttis zur Unterstuetzung geschickt bekommen.
Ihr seht, es gibt kaum noch etwas, was wir nicht koennen oder zumindest ausprobiert haben. Werden wohl beide in Deutschland in die Landwirtschaft wechseln. ;-)
Ach, einheimische Tiere haben wir natuerlich auch gesehen: Kangaroos, Koalas, Echida (war nur eins),... bloss keine Schlange.
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