Donnerstag, 28. Mai 2009

Abschied von Australien...

... hab ich dann noch einmal in Perth bei einem Rockkonzert genommen. Meine Nackenmuskeln freuten sich ueber ein wenig Training und meine Ohren ueber die Musik.

Am naechsten Tag gab es noch in Form einer Nick Cave Ausstellung (wusste gar nicht, dass er Australier ist) etwas fuer die Augen.
... und dann gings auch schon im Flieger nach Neuseeland, wo ich nun die Suedinsel in der Art Tour mit dem Stray-Bus und vielen netten Leuten erkunde und dann noch per Auto die Nordinsel durchqueren werde. Muetze, Schal und Handschuhe habe ich schon besorgt, denn hier heisst es warm anziehen.

Also seid gespannt...

Dienstag, 26. Mai 2009

Ei, ei, ei ... beim Biobauern


Bei meinem letzten Wwoofing drehte sich fast alles ums Ei. An einem Samstag morgen traf ich meine Hosts auf dem Farmers Market in Albany und durfte gleich richtig mit anpacken und Bioeier und Rindfleich in Massen verkaufen. Am Abend erreichten wir die Farm, auf der ich dann fast zwei Wochen verbracht habe. Wie so oft lag sie irgendwo im nirgendwo und den all zu gewohnten Blick aufs Handy konnte ich fuer 14 Tage vergessen. Statt dessen schaute ich den Huehnern beim Scharren zu, beobachtete die Schafe und Laemmer, die sich beim Fuettern hinter dem Futteranhaenger aufreiten und kontrollierte taeglich die Rinder, die noch nicht gekalbt hatten.

Die Tage koennt ihr Euch wie folgt vorstellen: dreimal woechentlich ging es nach dem Fruehstueck zum Huehnerstall umsetzen, dannach auch dreimal woechentlich zum Fuettern der diversen Tiere, die leider wegen des ausbleibenden Regens immer wieder zugefuettert werden mussten, dann folgte meist das Vorbereiten des Ackers und verbrennen alter Wurzeln und Stoecke, fuer die Zeit nach dem erhofften Regen. Jeden Nachmittag hiess es Huehner fuettern, Eier einsammeln und anschliessend alle reinigen, wiegen und verpacken. Bei meist 50 Dutzend ist man da ganz schoen lang beschaeftigt.
Erneut hatte ich grosses Glueck mit meinen Hosts, die wirklich unheimlich gut zu mir waren. Ich hatte mein eigenes kleines "Granny Flat" und verbrachte dort die Abend- und Morgenstunden meist beim Lesen.
... und am vorletzten Tag kam dann auch der lang ersehnte Regen.

Freitag, 8. Mai 2009

GO WEST oder "The west coast is the best coast"

Jawohl, ich habe mich auf die andere Seite des Kontinents begeben. In Brisbane verbrachte ich ein entspanntes Wochenende bei einer Freundin und liess mich anschliessend ueber Ostern erneut an der Gold Coast nieder. Doch dann ging's auch schon ab in den Flieger nach Perth.
Perth ist eine nicht all zu grosse Metropole, die durch den Kontrast zwischen alten Hauesern, Ueberbleibseln frueherer Zeiten, und modernen Buerogebaeuden einen bestimmten Charme versprueht. Sie liegt am Swan River, ueber den man auch leicht per Faehre den Vorort Fremantle und die Insel Rottnest Island (vom Entdecker als "Rattennest" verkannt, eigentlich ist die Insel von Quokkas, kleinen Beuteltieren bevoelkert) erreichen kann.
Bei der Erkundung der Westkueste erhielt ich Begleitung aus der Heimat. Mit meiner Schul- und Sandkastenfreundin Anke (und noch zwei netten Leuten aus dem Hostel) erkundete ich die genannten Orte. Anschliessend mieteten wir zwei Weiber einen Backpacker Camper (unseren Elvis) und reisten knapp 4.500 km in einem Loop ueber die Pinnacles (richtig tolle Steinsaeulen mitten in einer Wuestenlandschaft, die man sich am besten bei Sonnenuntergang anschaut) und den Kalbarri Nationalpark (hier waren wir in der Mittagshitze wandern- schoene Landschaft, tiefe vom Flusslauf eingepraegte Schlucht, aber flasche Tageszeit), zu den urzeitlichen Stromatoliten und dem "Muschelkalksteinbruch" von Hamelin Pool und den Delfinen von Monkey Mia an der Shark Bay (leider sahen wir auf einer Wildlifebootstour "nur" einige Delfine, ne Schildkroete, nen Rochen, aber weder Haie noch Dugongs/ Seekuehe) und weiter nach Norden zum Schnorcheln am wunderschoenen Ningaloo Reef in Coral Bay und dem Cape Range National Park bei Exmouth. Hoehepunkt der Reise war aber nicht die Kueste sondern der Karijini Nationalpark mit seinen tiefen Schluchten und kleinen Felsenpools, der in eine traumhafte Berg-/ Huegellandschaft eingebettet liegt. Dannach bewegten wir uns zielsicher im Inland wieder gen Perth durch die unendlichen Weiten des Outback, vorbei an vielen Minenstaedten und mit einem abschliessenden Besuch der Klosteranlage New Norcia.
So, das waren alle Eckpunkte in Kurzform. Unsere Eindruecke kann ich nicht wirklich in Worte fassen, so dass ich dies den Bildern ueberlassen werde, die ich hoffentlich bald hochladen kann.
Anke ist mittlerweile wieder in Deutschland angekommen und mich hat es in den Sueden Westaustraliens verschlagen. Ab morgen werde ich ein letztes Mal wwoofen und zwar in der Naehe von Albany. Bald gibt es also wieder einen Bericht vom Landleben....