Wie versprochen, geht's auch nach meiner Heimkehr mit den Berichten weiter... wenn auch etwas spärlich.
Mir geht's wie vielen anderen. Der Alltag hat mich schnell wieder gehabt und Australien scheint schon wieder so unheimlich weit weg. Habe eigentlich nichts wirkliches zu tun,bin aber trotzdem jeden Tag beschäftigt gewesen. Nicht zuletzt mit der Vorbereitung der großen Willkommensparty in Dresden, die auch gleichzeitig Geburtstagsfeier war. Danke noch mal an alle, die erschienen sind und mir den Tag versüßt haben. Aber natürlich auch an die, die sich bei mir per Mail, SMS, Telefon gemeldet haben... was wären wir nur ohne moderne Medien.
Fühle mich alles in Allem noch wie ein Besucher. Bin wieder in mein altes Kinderzimmer eingezogen, in dem ich im letzten Jahrzehnt selten mehr als ein Wochenende genächtigt habe. Wieder erwarten, habe ich auch nach vier Wochen im HAuse meiner Eltern noch nicht schreiend das Weite gesucht. Werden halt alle mit den Alter etwas gelassener und erträglicher :-).
Dennoch möchte ich so schnell wie möglich wieder mein eigenes kleines Reich haben und den "Besucherstatus" beenden und auch gefühlsmäßig endlich ankommen. Dafür bin ich nun fleißig auf der Jobsuche und bin zuversichtlich, auch bald was (in Thüringen) zu finden. Merke, dass sich bereits bei der Suche nach Arbeit zeigen wird, welche meiner Wünsche und Vorstellungen ich wirklich umsetzen kann, ob sie realistisch sind oder nur die Art von Träumereien, die man fern dem Alltag so entwickelt. Will ich nun die gut bezahlte 40 Stunden Stelle, bei der ich wieder schnell im alten Trott bin, oder finde ich doch einen Weg auch mit 30 Stunden Arbeitszeit zu überleben und so nebenbei noch Zeit für etwas Arbeit auf den Markt oder in der Landwirtschaft zu finden?
Ich bin gespannt, wie's für mich weiter geht und werde Euch auf dem Laufenden halten.
Sonntag, 26. Juli 2009
Mittwoch, 1. Juli 2009
Ich bin wieder hier!
Am Samstag morgen bin ich nach 22 Stunden, einem ausgedehnten Nickerchen, dem mehrmaligen Anhören der neuen Alben der Kings of Leon und von PJ Harvey, dem Anschauen von "Australia", "Milk" und "Juno", etlichen Kapiteln im letzten Harry Potter und unheimlich viel Essen wieder in Frankfurt Main angekommen. Dorthin hatte sich sogar eine mutige Frühaufsteherin aufgemacht, um mich bei einem Käffchen in Empfang zu nehmen. ... Nach einer langen Zugfahrt kam ich dann 17 Uhr in Löbau an und bin seitdem irgendwie die ganze Zeit beschäftigt mit auspacken, ausmisten, Besuchen bei Freunden und Verwandten, dem obligatorischen Gang zum Arbeitsamt, Rechnungen und andere Post vom letzten Jahr sichten, mir wieder ne richtige Frisur anschaffen usw. Mir wirds also nicht langweilig.
Mein Jetlag macht sich übrigens kaum bemerkbar. Bin nur jeden Tag spätestens 6.30 Uhr wach. Aber das kann auch an den sommerlichen Lichtverhältnissen liegen. Ist ja Wahnsinn, Tageslicht von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr nachts.
Meine grösste Befürchtung gleich von der deutschen "Freundlichkeit" verschreckt zu werden, trat nicht ein. Traf an den ersten Tag irgendwie nur nette Leute.
Andere Dinge kamen mir aber sehr bekannt vor. Zum Beispiel die Sitte an allem etwas schlechtes zu finden. Das aktuelle Wetter ist da immer zu heiss, zu schwül, zu regnerisch, zu kalt, zu wolkig, zu... ich finds eigentlich ganz nett.
Abgesehen von diversen anderen kleinen Störungen habe ich mich aber soweit schon ganz gut aklimatisiert und schau jetzt mal, wie es weitergeht.
Mein Jetlag macht sich übrigens kaum bemerkbar. Bin nur jeden Tag spätestens 6.30 Uhr wach. Aber das kann auch an den sommerlichen Lichtverhältnissen liegen. Ist ja Wahnsinn, Tageslicht von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr nachts.
Meine grösste Befürchtung gleich von der deutschen "Freundlichkeit" verschreckt zu werden, trat nicht ein. Traf an den ersten Tag irgendwie nur nette Leute.
Andere Dinge kamen mir aber sehr bekannt vor. Zum Beispiel die Sitte an allem etwas schlechtes zu finden. Das aktuelle Wetter ist da immer zu heiss, zu schwül, zu regnerisch, zu kalt, zu wolkig, zu... ich finds eigentlich ganz nett.
Abgesehen von diversen anderen kleinen Störungen habe ich mich aber soweit schon ganz gut aklimatisiert und schau jetzt mal, wie es weitergeht.
Donnerstag, 25. Juni 2009
Adieu my love....
.... hach, jetzt gweht's langsam nach Hause. Natuerlich freue ich mich, Euch alle wieder zu sehen, aber der Abschied von einem so schoenen Land faellt auch nicht leicht. Die Wehmut wird sich wohl erst im Flieger ueber Sydney so richtig bemerkbar machen.
Das war's also fuer's erste... aber es gibt bestimmt (zumindest in Sachen Blog) noch weitere Eintraege zu Flug, Ankunft und Eingewoehnung.
Das war's also fuer's erste... aber es gibt bestimmt (zumindest in Sachen Blog) noch weitere Eintraege zu Flug, Ankunft und Eingewoehnung.
Sonntag, 21. Juni 2009
Mit dem Raumschiff auf nach Norden...
.. hiess es also nach einem Tag Verschnauf- und Waschpause. Mein Spaceship trug den schoenen Namen Radar, hatte schon einige Kilometer auf dem Buckel und verschluckte immer meine CDs. Abgesehen von kleinen Charakterschwaechen war mir Radar aber ein treuer Gefaehrte, der mich waehrend der gemeinsamen fuenf Reisetage immer gut befoerderte, warm und trocken hielt und als Bildhintergrund diente. Konnte mich entsprechend schwer von ihm trennen...

Zunaechst fuhr ich ein zweites Mal nach Picton, von wo aus ich am Morgen mit der Faehre durch die Marlborough Sounds hinauf zur Nordinsel fahren sollte. Mietete mich noch mal im Hostel ein und staubte Apple Crumble mit Eis und morgens ein kostenfreies Fruehstueck ab. Auf der Faehre genoss ich dann die in morgendlichen Nebel gehuellten Landschaften und springende Delfine. Haette die Eindruecke auch gern mit Euch geteilt, doch dummerweise lag die Kamera im Auto. :-(

Auch in Roturoa regnete es ununterbrochen, so dass mein Auto beim Aufstehen am Morgen von einem kleinen See umgeben war. Verbachte den Vormittag im dortigen Museum, das ich echt schoen fand. Vor allem das Gebaeude, ein frueheres Kurhotel, war echt der Hammer. Anschliessend schenkte mir die Sonne einigwe wunderbare Stunden an den Seen der Umgebung, wo ich Kraft fuer die Autofahrt nach Auckland schoepfte.
Zunaechst fuhr ich ein zweites Mal nach Picton, von wo aus ich am Morgen mit der Faehre durch die Marlborough Sounds hinauf zur Nordinsel fahren sollte. Mietete mich noch mal im Hostel ein und staubte Apple Crumble mit Eis und morgens ein kostenfreies Fruehstueck ab. Auf der Faehre genoss ich dann die in morgendlichen Nebel gehuellten Landschaften und springende Delfine. Haette die Eindruecke auch gern mit Euch geteilt, doch dummerweise lag die Kamera im Auto. :-(
Von Wellington kann ich leider auch kein Bild anbieten. Es regnete waehrend der drei Stunden die ich dort verbrachte unentwegt. Der Stopp lohnte sich dennoch. Ich genoss Lunch und Kaeffchen mit einer Reisegefaehrtin aus dem Straybus und schaute dann noch mal im Te Tapa Museum vorbei, das eine interessante Mischung aus Natur- und Landeskunde sowie viel Maori Kultur zeigte. Hier erfuhr ich auch, dass Neuseeland eigentlich Aotearoa heisst, was "Land der langen weissen Wolke" bedeutet. In der Maori Mythologie besteht Neuseeland aus dem Boot des Halbgottes Maui (Te Waka o Maui) und dem riesigen Fisch (Te Ika a Maui), den er mit einem, in seinem Blut getraenkten Haken, faengt und aus dem Meer zieht. Ich war also mit der Faehre direkt in das Maul des Fisches gefahren...
Weiter ging es an die Ostkueste, in das Art Deco Staedtchen Napier. Da ich etwas spaet dran war, fuhr ich im dunkeln ueber die traumhaft kaengurufreien Strassen und naechtigte in einer kleinen Stadt vor Napier. Da es auch hier den ganzen Tag geregnet hatte, genoss ich am naechsten Morgen die wenigen Sonnenstunden und fand vielleicht auch oder gerade deshalb Napier ganz bezaubernd.
Dann dueste ich mit Radar nach Taupo, dem Zentrum jeglicher Extremaktivitaeten wie Bungee und Ski Dive auf der Nordinsel. Hier sieht man an jeder Ecke die vulkanische Aktivitaet in Form von Schwefeldaempfen emporsteigen. Die natuerlichen Attraktionen konnten mir aber dennoch den Ort nicht schmackhaft machen, der sonst ausser vielen Backpackern, bars und Geschaeften nicht viel zu bieten hat. Ich umfuhr also Lake Taupo und naechtige im etwas schlaefrigen Turangi, von wo aus ich morgens zum Tongariro National Park aufbrach. Meine Stimmung war angesichts des schlechten Wetters etwas gedaempft, denn schon am Tag zuvor hatte ich erfahren, dass die Besteigung des Mt Tongariro wegen der Wetterverhaeltnisse z.Z. nicht moeglich ist. Trotzig brach ich also zu einer kleineren Wanderung zum Fuss des benachbarten Mt. Ngauruhoe, besser bekannt als Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe, auf. Nach anderthalb Stunden fing es an zu regnen, vom Berg sah ich wegen dichter Wolken nicht viel, aber die Alpine Landschaft war schon echt beeindruckend.
Anschliessend hiess es erst mal komplett umziehen und dann gings auch schon wieder weiter nach Rotoroa, dem Thermal- und Maorikulturzentrum des Nordens.
Auch wenn man hier das Ortsschild uebersieht... Rotoroa erkennt man am Geruch. Dieser war aber weitaus weniger intensiv als ich immer gehoert hatte. Am Abend war ich dann mal ganz Touri und lud mich fuer viel Geld in eines der Maori Doerfer zu einer Kulturperformance mit Hangi (traditionelles in der Erde auf heissen Steinen gekochtes Essen) ein. Insgesamt ein sehr schoener Abend, wenn man die kleinen Abstriche beim Hangi und der Gesamtatmossphaere (hatte was von billiger Kreuzfahrt) mal aussen vor laesst- schliesslich wird dort jeden Abend so eine Show veranstaltet. ISt auf jeden fall sehr praktisch, wenn man wie ich nur auf der Durchreise ist und schon am Abend dannach in Auckland sein soll.
Auch in Roturoa regnete es ununterbrochen, so dass mein Auto beim Aufstehen am Morgen von einem kleinen See umgeben war. Verbachte den Vormittag im dortigen Museum, das ich echt schoen fand. Vor allem das Gebaeude, ein frueheres Kurhotel, war echt der Hammer. Anschliessend schenkte mir die Sonne einigwe wunderbare Stunden an den Seen der Umgebung, wo ich Kraft fuer die Autofahrt nach Auckland schoepfte.
... die brauchte ich dann auch. Waren die Strassen Neuseelands bislang recht ruhig, schienen hier 80% aller registrierten Wagen auf einmal versammelt zu sein. Da ich bei der Freundin des Cousins eines Freundes unterkommen wollte, kurvte ich dann uach noch durch einen der vielen Vororte... Letztendlich wurde ich aber mit nen leckeren Diner und nem Filmabend auf der Couch sowie einer netten Gastgeberin belohnt. Am naechsten trennte ich mich nach einer letzten Tour von Radar und erkundete dann die Innenstadt... nicht wirklich. Rannte zufaellig in das Maedel, mit dem ich mich in Wellington getroffen hatte und wir quatschten lang beim Kaffee. Schaffte anschliessend zumindest die weitere Reise zu planen. So ging es noch fuer zwei Naechte in die Bay of Islands, wo ich die historische Staette des Vertrages von Waitangi sowie Paihia und Russell besuchte. Zwei weitere Naechte verbrachte ich in Coromandel, einem suessen Kuenstlerstadtchen auf der gleichnamigen Halbinsel. Im Sommer soll es hier von Touris nur so wimmeln. Ich hingegen teilte mir das Hostel mit nur einem Maedel aus Kanada. Am anechsten Tag fuhr ich mit einer kleinen Schmalspurbahn und wanderte anschliessend zur Long Bay und sah den letzten originalen Kauribaum (gut 600 Jahre alt) der Stadt. Auf dem Rueckweg nahm mich ein Einheimischer mit, der kurzerhand einem Ausflug zur Road 309 und einer kleinen Ansammlung alter Kauris mit mir machte... Schoen, dass es noch Orte auf der Welt gibt, wo man so einfach zu einem fremden ins Auto steigen kann und der einem auch noch die Gegend zeigt. Neuseeland ist definitiv so ein Ort.
Zurueck in Auckland, holte ich die Stadterkundung nach und besuchte am letzten Tag noch eine Reisebekannte auf dem nahen Waiheke Island. Klingt nach trophischem Paradies?! Ist es nicht ganz, aber ein sehr relaxter Ort, an dem jeder jedem kennt undich mich echt wohl gefuehlt hab-beim Gang uber den Markt, Spielen mit der kleinen Tochter, Chat mit anderen Einwohnern, Ausflug zum stonehengeaehnlichen Stoney Batter, Kochen und Speisen in netter Runde. Ein schoener Abschluss und Kontrast zur Grossstadt Auckland...
... hui, merke gerade, es ist ein sehr langer Eintrag geworden. Seht das als Entschaedigung fuer meine Faulheit beim letzten Eintrag.
Also bis bald. Einige Tage verbleiben ja noch...
Freitag, 5. Juni 2009
Auf nach Mittelerde... aehm... Neuseeland
Bin nun schon ueber zehn Tage im Peter Jackson Country unterwegs (ja, das ist der Regisseur vom Herrn der Ringe) und bin begeistert vom Kontrast zu Australien und davon, dass mich nach einer so langen Reise mit so vielen Eindruecken doch noch etwas derart begeistern kann. 



Habe mich zunaechst in Christchurch aklimatisiert und mit den verschiedenen Reisemoelichkeiten auseinandergesetzt. Habe mich letzten Endes fuer eine Tour mit dem Stray Bus (mit den schoenen Namen Short Willy) entschieden, was sich als ne gute Art in Gesellschaft anderer zu reisen herausgestellt hat. An den jeweiligen Stopps entscheidet man dann selbst, was man machen will und wofuer man sein Geld ausgibt. Habe auf diesem Wege zum ersten Mal Wale gesehen,
bin im Abel Tasman National Park gewandert,
habe mich in Barrytown "huebsch" gemacht,
Morgen geht es nun wieder nach Christchurch, von wo aus ich dann ein "Spaceship" dank Car Relocation (fast) umsonst nach Norden fahren werde.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Abschied von Australien...
... hab ich dann noch einmal in Perth bei einem Rockkonzert genommen. Meine Nackenmuskeln freuten sich ueber ein wenig Training und meine Ohren ueber die Musik. 

Am naechsten Tag gab es noch in Form einer Nick Cave Ausstellung (wusste gar nicht, dass er Australier ist) etwas fuer die Augen.
... und dann gings auch schon im Flieger nach Neuseeland, wo ich nun die Suedinsel in der Art Tour mit dem Stray-Bus und vielen netten Leuten erkunde und dann noch per Auto die Nordinsel durchqueren werde. Muetze, Schal und Handschuhe habe ich schon besorgt, denn hier heisst es warm anziehen.
... und dann gings auch schon im Flieger nach Neuseeland, wo ich nun die Suedinsel in der Art Tour mit dem Stray-Bus und vielen netten Leuten erkunde und dann noch per Auto die Nordinsel durchqueren werde. Muetze, Schal und Handschuhe habe ich schon besorgt, denn hier heisst es warm anziehen.
Also seid gespannt...
Dienstag, 26. Mai 2009
Ei, ei, ei ... beim Biobauern
Bei meinem letzten Wwoofing drehte sich fast alles ums Ei. An einem Samstag morgen traf ich meine Hosts auf dem Farmers Market in Albany und durfte gleich richtig mit anpacken und Bioeier und Rindfleich in Massen verkaufen. Am Abend erreichten wir die Farm, auf der ich dann fast zwei Wochen verbracht habe. Wie so oft lag sie irgendwo im nirgendwo und den all zu gewohnten Blick aufs Handy konnte ich fuer 14 Tage vergessen. Statt dessen schaute ich den Huehnern beim Scharren zu, beobachtete die Schafe und Laemmer, die sich beim Fuettern hinter dem Futteranhaenger aufreiten und kontrollierte taeglich die Rinder, die noch nicht gekalbt hatten.
Die Tage koennt ihr Euch wie folgt vorstellen: dreimal woechentlich ging es nach dem Fruehstueck zum Huehnerstall umsetzen, dannach auch dreimal woechentlich zum Fuettern der diversen Tiere, die leider wegen des ausbleibenden Regens immer wieder zugefuettert werden mussten, dann folgte meist das Vorbereiten des Ackers und verbrennen alter Wurzeln und Stoecke, fuer die Zeit nach dem erhofften Regen. Jeden Nachmittag hiess es Huehner fuettern, Eier einsammeln und anschliessend alle reinigen, wiegen und verpacken. Bei meist 50 Dutzend ist man da ganz schoen lang beschaeftigt.
Erneut hatte ich grosses Glueck mit meinen Hosts, die wirklich unheimlich gut zu mir waren. Ich hatte mein eigenes kleines "Granny Flat" und verbrachte dort die Abend- und Morgenstunden meist beim Lesen.
... und am vorletzten Tag kam dann auch der lang ersehnte Regen.
... und am vorletzten Tag kam dann auch der lang ersehnte Regen.
Freitag, 8. Mai 2009
GO WEST oder "The west coast is the best coast"
Jawohl, ich habe mich auf die andere Seite des Kontinents begeben. In Brisbane verbrachte ich ein entspanntes Wochenende bei einer Freundin und liess mich anschliessend ueber Ostern erneut an der Gold Coast nieder. Doch dann ging's auch schon ab in den Flieger nach Perth.
Perth ist eine nicht all zu grosse Metropole, die durch den Kontrast zwischen alten Hauesern, Ueberbleibseln frueherer Zeiten, und modernen Buerogebaeuden einen bestimmten Charme versprueht. Sie liegt am Swan River, ueber den man auch leicht per Faehre den Vorort Fremantle und die Insel Rottnest Island (vom Entdecker als "Rattennest" verkannt, eigentlich ist die Insel von Quokkas, kleinen Beuteltieren bevoelkert) erreichen kann.
Bei der Erkundung der Westkueste erhielt ich Begleitung aus der Heimat. Mit meiner Schul- und Sandkastenfreundin Anke (und noch zwei netten Leuten aus dem Hostel) erkundete ich die genannten Orte. Anschliessend mieteten wir zwei Weiber einen Backpacker Camper (unseren Elvis) und reisten knapp 4.500 km in einem Loop ueber die Pinnacles (richtig tolle Steinsaeulen mitten in einer Wuestenlandschaft, die man sich am besten bei Sonnenuntergang anschaut) und den Kalbarri Nationalpark (hier waren wir in der Mittagshitze wandern- schoene Landschaft, tiefe vom Flusslauf eingepraegte Schlucht, aber flasche Tageszeit), zu den urzeitlichen Stromatoliten und dem "Muschelkalksteinbruch" von Hamelin Pool und den Delfinen von Monkey Mia an der Shark Bay (leider sahen wir auf einer Wildlifebootstour "nur" einige Delfine, ne Schildkroete, nen Rochen, aber weder Haie noch Dugongs/ Seekuehe) und weiter nach Norden zum Schnorcheln am wunderschoenen Ningaloo Reef in Coral Bay und dem Cape Range National Park bei Exmouth. Hoehepunkt der Reise war aber nicht die Kueste sondern der Karijini Nationalpark mit seinen tiefen Schluchten und kleinen Felsenpools, der in eine traumhafte Berg-/ Huegellandschaft eingebettet liegt. Dannach bewegten wir uns zielsicher im Inland wieder gen Perth durch die unendlichen Weiten des Outback, vorbei an vielen Minenstaedten und mit einem abschliessenden Besuch der Klosteranlage New Norcia.
So, das waren alle Eckpunkte in Kurzform. Unsere Eindruecke kann ich nicht wirklich in Worte fassen, so dass ich dies den Bildern ueberlassen werde, die ich hoffentlich bald hochladen kann.
Anke ist mittlerweile wieder in Deutschland angekommen und mich hat es in den Sueden Westaustraliens verschlagen. Ab morgen werde ich ein letztes Mal wwoofen und zwar in der Naehe von Albany. Bald gibt es also wieder einen Bericht vom Landleben....
Perth ist eine nicht all zu grosse Metropole, die durch den Kontrast zwischen alten Hauesern, Ueberbleibseln frueherer Zeiten, und modernen Buerogebaeuden einen bestimmten Charme versprueht. Sie liegt am Swan River, ueber den man auch leicht per Faehre den Vorort Fremantle und die Insel Rottnest Island (vom Entdecker als "Rattennest" verkannt, eigentlich ist die Insel von Quokkas, kleinen Beuteltieren bevoelkert) erreichen kann.
Bei der Erkundung der Westkueste erhielt ich Begleitung aus der Heimat. Mit meiner Schul- und Sandkastenfreundin Anke (und noch zwei netten Leuten aus dem Hostel) erkundete ich die genannten Orte. Anschliessend mieteten wir zwei Weiber einen Backpacker Camper (unseren Elvis) und reisten knapp 4.500 km in einem Loop ueber die Pinnacles (richtig tolle Steinsaeulen mitten in einer Wuestenlandschaft, die man sich am besten bei Sonnenuntergang anschaut) und den Kalbarri Nationalpark (hier waren wir in der Mittagshitze wandern- schoene Landschaft, tiefe vom Flusslauf eingepraegte Schlucht, aber flasche Tageszeit), zu den urzeitlichen Stromatoliten und dem "Muschelkalksteinbruch" von Hamelin Pool und den Delfinen von Monkey Mia an der Shark Bay (leider sahen wir auf einer Wildlifebootstour "nur" einige Delfine, ne Schildkroete, nen Rochen, aber weder Haie noch Dugongs/ Seekuehe) und weiter nach Norden zum Schnorcheln am wunderschoenen Ningaloo Reef in Coral Bay und dem Cape Range National Park bei Exmouth. Hoehepunkt der Reise war aber nicht die Kueste sondern der Karijini Nationalpark mit seinen tiefen Schluchten und kleinen Felsenpools, der in eine traumhafte Berg-/ Huegellandschaft eingebettet liegt. Dannach bewegten wir uns zielsicher im Inland wieder gen Perth durch die unendlichen Weiten des Outback, vorbei an vielen Minenstaedten und mit einem abschliessenden Besuch der Klosteranlage New Norcia.
So, das waren alle Eckpunkte in Kurzform. Unsere Eindruecke kann ich nicht wirklich in Worte fassen, so dass ich dies den Bildern ueberlassen werde, die ich hoffentlich bald hochladen kann.
Anke ist mittlerweile wieder in Deutschland angekommen und mich hat es in den Sueden Westaustraliens verschlagen. Ab morgen werde ich ein letztes Mal wwoofen und zwar in der Naehe von Albany. Bald gibt es also wieder einen Bericht vom Landleben....
Freitag, 17. April 2009
Island Hopping von Magnetic Island, ueber die Whitsundays bis nach Fraser Island
Die Landschaft und die Schoenheiten der Natur im Nordosten Australiens habe ich ja schon im letzten Eintrag ausfuehrlich angepriesen. Aehnlich koennt ihr Euch auch die restliche Umgebung bis Brisbane vorstellen. Es bleibt heiss und feucht, es wimmelt auch weiterhin von endlosen Sandstraenden, tiefblauem bis tuerkisem Meer und natuerlich anderen Touris.
Von Cairns aus sprang ich mit einem Mini-Traveller-Pass fuer den Greyhoundbus nach Brisbane bewaffnet in den naechsten Bus, der mich nach Townsville fuehrte. Die Stadt verliess ich allerdings sofort per Faehre mit Ziel Magnetic Island. Auch diese Insel verdankt ihren Namen dem guten alten Captain Cook, dessen Kompassnadel hier voellig durchdrehte. Entsprechend wurde auch ich von der Insel angezogen, die allerdings etwas schlaefrig wirkte. Hinzu kam ein recht abgewirtschaftetes Hostel (Travellers Hideaway). Hat mir aber dennoch gefallen, die Insel zunaechst mit einer Schweizerin von der Faehre und dann allein bei einem 16km Morgenspaziergang zum Westpoint zu durchwandern. Dabei machte ich erstmals die Bekannschaft von Sandflies bzw. deren Auswirkungen. Diese fiesen, winzig kleinen (und daher auch kaum sichtbaren) Dinger pinkeln einen tatsaechlich an. Durch Reibung dringt dann ihr Gift in die Haupt ein und erzeugt viele lustige kleine Schwellungen, die zunaechst wie Mueckenstiche aussehen, sich aber in Schwellung und Juckreiz als viel unangenehmer erweisen. Wer meine Wirkung auf Muecken kennt, kann schon ahnen, dass auch dieses Insekt seine wahre Freude an mir hatte. So kam ich auf Magnetic Island noch mit diversen Stichen unter den Armen davon, wurde/war aber spaeter (dumm, wenn man nicht dazu lernt und immer noch kein Insektrepellent dabei hat) auf Fraser Island "voll angepisst". Da half nur noch ein Antihistaminicum aus der Pharmacy bzw. Apis Globuli aus dem Health Shop. Letzteres liess mich nach kurzer Zeit wieder menschich aussehen.
Von Magnetic Island reiste ich weiter nach Airlie Beach, von wo fast alle der Touren zu den Whitsunday Islands (auch hier was Captain Cook aktiv, der die Inseln am White Sunday entdeckte... oder das zumindest glaubte) starten. In Begleitung von 22 anderen Reisenden und drei Crewmitgliedern segelte ich am naechsten Tag auf und davon. Diesmal ohne die Fische zu fuettern. Unser Schiff mit dem schoenen Namen Whitehaven, brachte uns nicht nur zum gleichnamigen Traumstrand (Top 2 der Weltrangliste) sondern auch zu diversen Korallenriffs, wo wieder mal nach Herzenslust geschnorchelt werden konnte. Teilweise lagen diese nur 50 Zentimeter unter der Wasseroberflaeche und waren daher zum Greifen nah. Gemeinsam mit einer unglaublichen Fischvielfalt und guten Sichtverhaeltnissen bei strahlendem Sonnenschein gefielen sie mir sogar noch besser als das Great Barrier Reef... mit den Bildern war es leider umgekehrt. Statt einer gemieteten Unterwasserdigitalkamera hatte ich diesmal nur eine Einmalkamera dabei. Die Bilder waren entsprechend schlecht.
Die Tour war fuer mich das Highlight der Ostkueste: super leckeres Essen, wahnsinns Wetter, zweimal Schnorcheln (jeweils im Stinger-Schutzanzug) und ein Landgang, nette Truppe (erstmals sind keine weiteren Deutschen im Boot), viel Zeit zum Traeumen und in der Sonne faulenzen.
Anschliessend legte ich auf Fraser Island eine Ruhepause ein, buchte nur eine Uebernachtung im dortigen YHA und den entsprechenden Transfer (da dieser mit einer der Tagestouren stattfand, bekam ich auch noch einiges zu sehen... ausser Dingos) und relaxte im eigenen Bungalow mit Bad und Pool und langen Strandspaziergaengen entlang dem 90 Mile Beach oder Highway, der als "Rennstrecke" fuer die 4WDs der Inselbesucher dient.
Dannach ging es weiter nach Brisbane, doch das erzaehl ich Euch ein andermal...
Von Cairns aus sprang ich mit einem Mini-Traveller-Pass fuer den Greyhoundbus nach Brisbane bewaffnet in den naechsten Bus, der mich nach Townsville fuehrte. Die Stadt verliess ich allerdings sofort per Faehre mit Ziel Magnetic Island. Auch diese Insel verdankt ihren Namen dem guten alten Captain Cook, dessen Kompassnadel hier voellig durchdrehte. Entsprechend wurde auch ich von der Insel angezogen, die allerdings etwas schlaefrig wirkte. Hinzu kam ein recht abgewirtschaftetes Hostel (Travellers Hideaway). Hat mir aber dennoch gefallen, die Insel zunaechst mit einer Schweizerin von der Faehre und dann allein bei einem 16km Morgenspaziergang zum Westpoint zu durchwandern. Dabei machte ich erstmals die Bekannschaft von Sandflies bzw. deren Auswirkungen. Diese fiesen, winzig kleinen (und daher auch kaum sichtbaren) Dinger pinkeln einen tatsaechlich an. Durch Reibung dringt dann ihr Gift in die Haupt ein und erzeugt viele lustige kleine Schwellungen, die zunaechst wie Mueckenstiche aussehen, sich aber in Schwellung und Juckreiz als viel unangenehmer erweisen. Wer meine Wirkung auf Muecken kennt, kann schon ahnen, dass auch dieses Insekt seine wahre Freude an mir hatte. So kam ich auf Magnetic Island noch mit diversen Stichen unter den Armen davon, wurde/war aber spaeter (dumm, wenn man nicht dazu lernt und immer noch kein Insektrepellent dabei hat) auf Fraser Island "voll angepisst". Da half nur noch ein Antihistaminicum aus der Pharmacy bzw. Apis Globuli aus dem Health Shop. Letzteres liess mich nach kurzer Zeit wieder menschich aussehen.
Von Magnetic Island reiste ich weiter nach Airlie Beach, von wo fast alle der Touren zu den Whitsunday Islands (auch hier was Captain Cook aktiv, der die Inseln am White Sunday entdeckte... oder das zumindest glaubte) starten. In Begleitung von 22 anderen Reisenden und drei Crewmitgliedern segelte ich am naechsten Tag auf und davon. Diesmal ohne die Fische zu fuettern. Unser Schiff mit dem schoenen Namen Whitehaven, brachte uns nicht nur zum gleichnamigen Traumstrand (Top 2 der Weltrangliste) sondern auch zu diversen Korallenriffs, wo wieder mal nach Herzenslust geschnorchelt werden konnte. Teilweise lagen diese nur 50 Zentimeter unter der Wasseroberflaeche und waren daher zum Greifen nah. Gemeinsam mit einer unglaublichen Fischvielfalt und guten Sichtverhaeltnissen bei strahlendem Sonnenschein gefielen sie mir sogar noch besser als das Great Barrier Reef... mit den Bildern war es leider umgekehrt. Statt einer gemieteten Unterwasserdigitalkamera hatte ich diesmal nur eine Einmalkamera dabei. Die Bilder waren entsprechend schlecht.
Die Tour war fuer mich das Highlight der Ostkueste: super leckeres Essen, wahnsinns Wetter, zweimal Schnorcheln (jeweils im Stinger-Schutzanzug) und ein Landgang, nette Truppe (erstmals sind keine weiteren Deutschen im Boot), viel Zeit zum Traeumen und in der Sonne faulenzen.
Anschliessend legte ich auf Fraser Island eine Ruhepause ein, buchte nur eine Uebernachtung im dortigen YHA und den entsprechenden Transfer (da dieser mit einer der Tagestouren stattfand, bekam ich auch noch einiges zu sehen... ausser Dingos) und relaxte im eigenen Bungalow mit Bad und Pool und langen Strandspaziergaengen entlang dem 90 Mile Beach oder Highway, der als "Rennstrecke" fuer die 4WDs der Inselbesucher dient.
Dannach ging es weiter nach Brisbane, doch das erzaehl ich Euch ein andermal...
Donnerstag, 9. April 2009
Ab in den Norden...
...genau wir befinden uns auf der Suedhalbkugel und da fliegt man nicht in den Sueden sondern in den Norden, wenn man die Sonne sucht. Ich habe also einen Sprung von Hobart nach Cairns unternommen und mich innerhalb weniger Stunden in einer anderen Welt wiedergefunden:


trophisches Klina mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 35 grad, Stingers (Quallen) im Meer, die jedes ungeschuetzte Baden zum Selbstmordtripp werden lassen, Massen an jungen partyfreudigen Touristen und mindestens genau so vielen Buchungsbueros fuer diverse Touren zum Great Barrier Reef, Cape Tribulation, ... Da koennte man fast vergessen, die wunderschoene Landschaft zu erwaehnen. Doch die ist das wirklich lohnenswerte an einem Tripp in den Norden: unendliche und meist recht leere Straende (kann ja eh keiner baden und die Sandflies tun den Rest), unglaublich blaues Wasser unter dessen Oberflaeche sich farbenfrohe Korallenriffe und Fische tummeln, trophischer Regenwald mit einer unermesslichen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, unzaehlige kleine Inseln, die die Kueste saeumen und an paradiesisch wirkende Werbeplakate in Reisebueros erinnern. das sind ganz schoen viele Un's, das heisst also, es lohnt sich wirklich einmal herzukommen.
Auch ich habe einige Tourverantstalter um mehrere Dollar reicher gemacht. So erkundete ich auf einer Tagestour den Daintree Nationalpark und das Cape Tribulation, welches (neben vielen anderen Orten im Norden) Captain Cook und einem Anfall uebler Laune seinerseits seinen Namen verdankt. Leider bietet eine Tagestour viel zu wenig Raum zum Erkunden. Immer, wenn es gerade schoen wurde, startete der Bus zur Weiterfahrt.
Am Folgetag ging es dann auf eine Bootstour zum Great Barrier Reef. Den Grossteil der Hinfahrt verbrachte ich am Boden sitzend mit einem Beutelchen in der Hand, abgelenkt von einem Crewmitglied. Beim Schnorcheln ging es mir dann aber gleich besser. War schon etwas seltsam: das erste mal schwimmen im offenen Meer, bei kraeftigem Wellengang und staendig hatte ich Salzwasser im Schnorchel. Dann habe ich auch noch die Chance zu einem Einstiegstauchgang nutzen wollen ... habe aber unter Wasser Panik bekommen und war nach 30 Sekunden wieder draussen. Hab's dannach etwas langsamer angehen lassen und war nur noch schnorcheln. Und das wurde dann auch von Mal zu Mal schoener. Es war zwar nach dem juengsten Zyklon noch etwas trueb, dennoch fand ich die Vielfalt an Korallen und Fischen dort sehr bemerkenswert.
Naechstes Ausflugsziel war das Touristenoertchen Kuranda oder vielmehr die Eisenbahn und die Seilbahn, die dieses mit Cairns verbinden und einen duch wunderschoene Naturkulissen fuehren. Wie gesagt, der Ort, der fuer seine Maerkte bekannt ist, hatte an sich neben vielen nutzlosen Souvenirs nicht viel zu bieten.
Anschliessend goennte ich mir noch einen Tag zum organisieren und ausruhen in Cairns und schon ging es weiter zum "Island Hopping" die Ostkueste hinunter.
... da war doch noch was
Meinen Ausflug in die australische Geschichte als Strafkolonie habe ich ja noch ganz unterschlagen. Beim dritten Besuch der Insel (Tasmanien) hatte ich nun wirklich keine Ausrede mehr, Port Arthur nicht zu besuchen. Spontan hatte ich sogar eine Begleiterin im Hostel gefunden und konnte so Eindruecke und Automiete teilen.
Fuer alle, denen Port Arthur kein Begriff ist, es handelt sich hier um ein Gefaengnis, in das die australischen Convicts inhaftiert wurden, die sich auch hier nicht an das Gesetz hielten. Es gab aber auch einige politische Gefangene, die man einfach so weit wie moeglich weg von England bringen wollte. Und ein Ort im Sueden des suedlichsten Bundesstaates Australiens ist wohl moeglichst weit weg von England und dem Rest der Welt. 
Das Gefaengnis beherbergte zwischen 1830 und 77 ca.12.500 Insassen (ne das hab ich mir nicht gemerkt, das hat mir der Lonely Planet verraten). Fuer den damaligen Strafvollzug, soll das Gefaengnis recht fortschrittlich und "human" gefuehrt worden sein. So sah man bald von koerperlicher Folter als Strafe ab und ging lieber zu Einzelhaft, Schweigen und Kontaktverboten ueber. Psychische Folter also... na wenn das mal nicht fortschrittlich ist...
Von dem Ort ging eine seltsame, teils schaurige, teils (angesichts der umgebenden Landschaft und der nach Schliessung des Gefaengnisses entstandenen Siedlung) idyllische Atmosphaere aus. Hatmich auf eine eigenartige Weise fasziniert. Doch genug der Geschichtsstunde, schliesslich habe ich mittlerweile schon viele weitere Abenteuer erlebt...
Mittwoch, 25. März 2009
Ein bisschen Paris Hilton?
Hat mich doch vor kurzem jemand gefragt, ob das bei mir auf der Farm auch so laeuft wie bei Paris Hilton und Nicole Richie, die fuer eine Fernsehshow auf ner Farm gelebt haben... Nicht ganz, die Fernsehshow waere aber sicher auch ein Erfolg geworden. Habe ich doch meinen ersten Hahn eingefangen, Ziegen gemolken und beim Kaese bereiten geholfen, heimische Gerichte unter der tasmanischen Bevoelkerung verbreitet (Holunderbeersuppe wird demnaechst der absolute Hit in Australien), Fossilien an einer einsamen Bucht gesammelt, den Dachgepaecktraeger meiner Hosts aufgemoebelt und mich diversen Annaeherungsversuchen eines rolligen Ziegenbocks wiedersetzen muessen...
Nun, ich gebe zu, es fehlt der Zickenterror. Werde es wohl doch nicht ins Fernsehen schaffen. Ich ziehe dem das ruhige Farmleben aber deutlich vor. Habe auch beim dritten Besuch noch nicht genug von Tasmanien. Muss irgendwann noch mal zum Wandern her... und natuerlich um meine wunderbaren Hosts zu besuchen. Habe es mal wieder super getroffen. Zusammen mit den Mitwwoofern, zwei australischen Rentnern, haben wir ausgiebigen Kulturaustausch betrieben. Und das geht am besten ueber den Kochtopf. Habe selten so lecker gegessen... Ich weis, das sage ich nach jedem Wwoofing, wird aber auch jedes mal noch besser.... und dann durfte ich auch noch bei Freunden in Hobart unterschluepfen. Da gab es schon wieder leckeres Essen und einen furchbar netten Abend... mir gehts zu gut!!!
Donnerstag, 12. März 2009
Bin nun auch bei Facebook...
... und habe mich dem monatelangen Gruppendruck gebeugt. Wundert Euch bitte nicht, es gibt noch kein BIld und auch kein Profil. Habe mich nur angemeldet, bin jetzt aber auf einer Ziegenfarm bei Cygnet auf Tasmanien und habe kein Internet. Geduldet Euch also ein wenig. Danke aber schon einmal fuer die zahlreichen Freundschaftsbestaetigungen ;-)))
Dienstag, 10. März 2009
Apropos Bushfire...
...leider sind die selbigen immer noch nicht aller Orts geloescht und unter Kontrolle. Viele Leute bangen immer noch um ihre Haeuser.
In Melbourne merkt man von der ganzen Katastrophe nur sporadisch etwas. Man merkt es an den Obst- und Gemuesepreisen die enorm gestiegen sind und an den vielen Dingen, die statt dessen aus Tasmanien kommen. Aber auch daran, dass Kunden erzaehlen, sie haeten taeglich all ihr Hab und Gut auf der Fahrt zur Arbeit dabei oder von betroffenen Freunden oder Bekannten berichten. Letzte Woche gab es bei Rekordtemperatur eine Sturmwarnung. Die Polizei schicke diese per SMS an alle Menschen in Victoria. Es wurde gebeten, nach drei Uhr nachmittag daheim zu bleiben und nach sechs Uhr das Zentrum zu verlassen.... Gluecklicherweise war dann doch nicht alles so schlimm und es regnete auch noch unverhofft, aber es zeigt doch, wie angespannt die Lage immer noch ist.
Mehr kann ich leider auch nicht berichten, um die zahlreichen Anfragen aus Deutschland zu beantworten. Schaut einfach mal ins Internet.
In Melbourne merkt man von der ganzen Katastrophe nur sporadisch etwas. Man merkt es an den Obst- und Gemuesepreisen die enorm gestiegen sind und an den vielen Dingen, die statt dessen aus Tasmanien kommen. Aber auch daran, dass Kunden erzaehlen, sie haeten taeglich all ihr Hab und Gut auf der Fahrt zur Arbeit dabei oder von betroffenen Freunden oder Bekannten berichten. Letzte Woche gab es bei Rekordtemperatur eine Sturmwarnung. Die Polizei schicke diese per SMS an alle Menschen in Victoria. Es wurde gebeten, nach drei Uhr nachmittag daheim zu bleiben und nach sechs Uhr das Zentrum zu verlassen.... Gluecklicherweise war dann doch nicht alles so schlimm und es regnete auch noch unverhofft, aber es zeigt doch, wie angespannt die Lage immer noch ist.
Mehr kann ich leider auch nicht berichten, um die zahlreichen Anfragen aus Deutschland zu beantworten. Schaut einfach mal ins Internet.
...was noch so alles los war
Den letzten Eintrag im Februar hatte ich ja damit beendet, dass ich mich nun erst mal mit meinen Freizeitaktivitaeten etwas zuruecknehmen und ausruhen werde. Das habe ich dann auch angesichts dauender Muedigkeit und in der letzten Woche bestehender Rueckenschmerzen oefter mal getan. Aber halt nicht immer...
War zum Beispiel am Samstag mit drei anderen beim "Super Saturday" auf dem Flemigton Racecourse (dafuer hatte ich Freikarten). Zwar waren wir sehr spaet dran und konnten nur noch die letzten beiden Rennen sehen, es war aber trotzdem cool. Habe meine erste Pferdewette abgeschlossen und auch gleich gewonnen. Zwar nur den Einsatz plus fuenf Dollar, aber ich war happy. Und dann konnte ich auch noch den Wurstverkaeufer bezircen, mir nach Ladenschluss eine kostenlose Bratwurst zu geben. Ein gelungener Nachmittag also.
Habe ausserdem noch Brighton Beach mit seinen bunten Strandhausern besucht, eine bunte Labour Day Parade verfolgt und das (natuerlich wieder kostenlose) Moomba Waterfest und das Kurzfilmfestival in der Myer Music Bowl besucht und bei einem (natuerlich kostenlosen) Konzert der Melbourner Polizei meine Spende fuer den Bushfire Appeal abgegeben. Ausserdem habe noch so einige Kaffees in so einigen Cafes getrunken... Ihr seht also, so ganz konnte ich mich doch nicht bremsen.
Die Arbeit lief derweil weiter. Habe mich nach und nach immer besser eingefunden, aber auch bald gemerkt, dass mir auf Dauer 60 Stunden Wochen (mein laengster Arbeitstag war 14 Stunden) zuviel sind und auch irgendwie zu kraeftezehrend sind... da half auch nicht das viele Obst, das ich immer so gegessen habe. Auch nicht gerade ermunternd war, wenn im Hostel gerade die Letzten ins Bett gingen, waehrend ich mein Fruehstueck bereitete undich abends ins Bettchen schlich waehrend sich der Rest der Bewohner im Innenhof versammelte. ... Moechte die Erfahrung ( und auch die Kohle, mit der ich mein Konto fleissig gefuettet habe) aber auf keinen Fall missen. Da verzichte ich auch gern aufs Feiern. Melbourne ist immer noch meine Lieblingsstadt in Down under, auch oder gerade weil ich sie jetzt auch im Alltag kenne und es immer wieder Wahnsinn fand, wie viele Moeglichkeiten man hier hat, etwas zu erleben, ohne viel Geld auszugeben. Und auch die Marktarbeit wuerde ich gern mal (in etwas gemaessigterer Form allerdings) wieder machen.
War zum Beispiel am Samstag mit drei anderen beim "Super Saturday" auf dem Flemigton Racecourse (dafuer hatte ich Freikarten). Zwar waren wir sehr spaet dran und konnten nur noch die letzten beiden Rennen sehen, es war aber trotzdem cool. Habe meine erste Pferdewette abgeschlossen und auch gleich gewonnen. Zwar nur den Einsatz plus fuenf Dollar, aber ich war happy. Und dann konnte ich auch noch den Wurstverkaeufer bezircen, mir nach Ladenschluss eine kostenlose Bratwurst zu geben. Ein gelungener Nachmittag also.
Habe ausserdem noch Brighton Beach mit seinen bunten Strandhausern besucht, eine bunte Labour Day Parade verfolgt und das (natuerlich wieder kostenlose) Moomba Waterfest und das Kurzfilmfestival in der Myer Music Bowl besucht und bei einem (natuerlich kostenlosen) Konzert der Melbourner Polizei meine Spende fuer den Bushfire Appeal abgegeben. Ausserdem habe noch so einige Kaffees in so einigen Cafes getrunken... Ihr seht also, so ganz konnte ich mich doch nicht bremsen.
Die Arbeit lief derweil weiter. Habe mich nach und nach immer besser eingefunden, aber auch bald gemerkt, dass mir auf Dauer 60 Stunden Wochen (mein laengster Arbeitstag war 14 Stunden) zuviel sind und auch irgendwie zu kraeftezehrend sind... da half auch nicht das viele Obst, das ich immer so gegessen habe. Auch nicht gerade ermunternd war, wenn im Hostel gerade die Letzten ins Bett gingen, waehrend ich mein Fruehstueck bereitete undich abends ins Bettchen schlich waehrend sich der Rest der Bewohner im Innenhof versammelte. ... Moechte die Erfahrung ( und auch die Kohle, mit der ich mein Konto fleissig gefuettet habe) aber auf keinen Fall missen. Da verzichte ich auch gern aufs Feiern. Melbourne ist immer noch meine Lieblingsstadt in Down under, auch oder gerade weil ich sie jetzt auch im Alltag kenne und es immer wieder Wahnsinn fand, wie viele Moeglichkeiten man hier hat, etwas zu erleben, ohne viel Geld auszugeben. Und auch die Marktarbeit wuerde ich gern mal (in etwas gemaessigterer Form allerdings) wieder machen.
Raus aus dem Alltagstrott!
Ich gruesse Euch heute aus dem ueberraschend sonnigen Hobart, welches ich heute morgen als Aufenthaltsort gegen Melbourne eingetauscht habe. Meinen letzten Arbeitstag hatte ich am Sonntag und mich in den letzten Tagen nur mit dem Gedanken daran und an die noch verdienbare Kohle bei Arbeitslaune gehalten.
Mein Ausbruch aus dem vermeintlichen Alltagstrott kam nun aber nicht ganz so ueberraschend, wie diese Meldung nun klingen mag.
Habe schon vor gut zwei Wochen einen Flug nach Hobart gebucht und in der folgenden Zeit meine weiteren Reiseplaene sortiert und geklaert. Ich werde nun also bis zum 22.3. hier bleiben und in Wattle Grove (suedlich von Hobart) erneut wwoofen und diesmal in die Kunst des "Ziegenkaesens" eingeweiht werden. Freu mich schon auf leckere Kostproben. Danach geht's nach Cairns, welches dann hoffentlich frei von Unwettern sein wird. Von dort aus, werde ich einige Touren unternehmen und mich langsam Richtung Brisbane und dann wieder an die Gold Coast vorarbeiten, wo ich mit meiner Lieblingsdauergastfamilie Ostereier suchen werde und vielleicht auf dem Byron Bay Blues Festival voluntieren darf. Dannach wartet dann schon die Westkueste auf mich und auch wieder eine Reisebegleiterin. Anke kommt und wir machen die Gegend zwischen Perth und Exmouth unsicher. Werde bis Ende Mai an der Westcoast bleiben und vielleicht noch mal Wwoofen oder endlich das Fruitpicking auf meiner TO DO Liste abhaken. Ja und dann flieg ich noch mal eben drei Wochen nach Neuseeland, bevor es am 26.6. (ja genau, ich habe mich nun endlich auf ein Enddatum festgelegt und auch gleich umgebucht) wieder Richtung Deutschland geht.
Werde also in naechster Zeit richtig viel herumkommen und so am Ende alles gesehen haben, was ich so sehen wollte. Und ihr werdet viele spannende Berichte zu lesen bekommen.
Puh, das waren jetzt recht viele Infos auf einmal, also macht erst mal ne Pause und lest im naechsten Eintrag weiter....
Mein Ausbruch aus dem vermeintlichen Alltagstrott kam nun aber nicht ganz so ueberraschend, wie diese Meldung nun klingen mag.
Habe schon vor gut zwei Wochen einen Flug nach Hobart gebucht und in der folgenden Zeit meine weiteren Reiseplaene sortiert und geklaert. Ich werde nun also bis zum 22.3. hier bleiben und in Wattle Grove (suedlich von Hobart) erneut wwoofen und diesmal in die Kunst des "Ziegenkaesens" eingeweiht werden. Freu mich schon auf leckere Kostproben. Danach geht's nach Cairns, welches dann hoffentlich frei von Unwettern sein wird. Von dort aus, werde ich einige Touren unternehmen und mich langsam Richtung Brisbane und dann wieder an die Gold Coast vorarbeiten, wo ich mit meiner Lieblingsdauergastfamilie Ostereier suchen werde und vielleicht auf dem Byron Bay Blues Festival voluntieren darf. Dannach wartet dann schon die Westkueste auf mich und auch wieder eine Reisebegleiterin. Anke kommt und wir machen die Gegend zwischen Perth und Exmouth unsicher. Werde bis Ende Mai an der Westcoast bleiben und vielleicht noch mal Wwoofen oder endlich das Fruitpicking auf meiner TO DO Liste abhaken. Ja und dann flieg ich noch mal eben drei Wochen nach Neuseeland, bevor es am 26.6. (ja genau, ich habe mich nun endlich auf ein Enddatum festgelegt und auch gleich umgebucht) wieder Richtung Deutschland geht.
Werde also in naechster Zeit richtig viel herumkommen und so am Ende alles gesehen haben, was ich so sehen wollte. Und ihr werdet viele spannende Berichte zu lesen bekommen.
Puh, das waren jetzt recht viele Infos auf einmal, also macht erst mal ne Pause und lest im naechsten Eintrag weiter....
Donnerstag, 19. Februar 2009
... und weiter geht's im Alltagstrott
Ich bin's mal wieder. Immer noch in Melbourne. Immer noch auf dem Markt. Der Job macht mittlerweile mehr Spass, wenngleich ich ganz froh bin in circa 2 Wochen keine 60 Stunden Wochen mehr zu haben. Bin nun bereits so versiert, dass ich neben dem Verkaufen gelegentlich Smalltalk betreibe und nicht mehr ganz so oft einen Anschiss erhalte. Positiver Nebeneffekt der Arbeit: ich habe diese Woche zum ersten Mal anstatt etwas abzuheben, Geld auf mein australisches Konto einzahlen koennen. Ein tolles Gefuehl. 
Damit ihr nicht denkt, meine Leben hier besteht nun nur noch aus Arbeit, hier mal einige Eindruecke, aus der Freizeit (die ich in den letzten Tagen mehrheitlich mit Katrin aus der Naehe von Bautzen verbracht habe:
- da waere einmal der Suzuki Night Market. Findet in den Sommermonaten immer Mittwochs statt und bietet Essen, Klamotten und gute Livemusik.
- dann habe ich noch (allerdings allein) einen Ausflug zu den Doclands von Melbourne unternommen und Paul Hogan und Dame Edna getroffen.
- mit Katrin habe ich zwei sportliche Kultstaetten Melbournes besichtigt: die Formel-I-Strecke im Albert Park (ich war in der Boxengasse) und den Flemington Racecourse, wo jaehrlich der Melbourne Cup (ein bekanntes Pferderennen, fuer das es in Victoria sogar einen Feiertag gibt) stattfindet und wir vom Manager persoenlich herumgefuehrt und mit Freikarten bedacht worden sind.

- kulturell habe ich mich in letzter Zeit auch ganz intensiv (und vor allem kostenfrei) berieseln lassen. Da war eine Fuehrung durch die Melbourne Townhall, ein Konzert auf der dort befindlichen Great Organ (der groessten Orgel der suedlichen Hemisphaere) und ein weiterer Klassikevent auf der Myer Music Bowl, einer riesigen Freiluftbuehne.

- hmmm. Hab ich noch was vergessen. Habe auch noch einige neue Stadtteile und Strassen durchstreift und fotografisch erkundet.
Klingt doch gut der Alltagstrott, oder? Nun, ehrlich gesagt, brauch ich jetzt erst mal ein paar ruhige Abende, nach den ganzen Freizeitaktivitaeten der letzten Tage. Bin ja auch keine zwanzig mehr....
Damit ihr nicht denkt, meine Leben hier besteht nun nur noch aus Arbeit, hier mal einige Eindruecke, aus der Freizeit (die ich in den letzten Tagen mehrheitlich mit Katrin aus der Naehe von Bautzen verbracht habe:
- da waere einmal der Suzuki Night Market. Findet in den Sommermonaten immer Mittwochs statt und bietet Essen, Klamotten und gute Livemusik.
- dann habe ich noch (allerdings allein) einen Ausflug zu den Doclands von Melbourne unternommen und Paul Hogan und Dame Edna getroffen.
- mit Katrin habe ich zwei sportliche Kultstaetten Melbournes besichtigt: die Formel-I-Strecke im Albert Park (ich war in der Boxengasse) und den Flemington Racecourse, wo jaehrlich der Melbourne Cup (ein bekanntes Pferderennen, fuer das es in Victoria sogar einen Feiertag gibt) stattfindet und wir vom Manager persoenlich herumgefuehrt und mit Freikarten bedacht worden sind.
- kulturell habe ich mich in letzter Zeit auch ganz intensiv (und vor allem kostenfrei) berieseln lassen. Da war eine Fuehrung durch die Melbourne Townhall, ein Konzert auf der dort befindlichen Great Organ (der groessten Orgel der suedlichen Hemisphaere) und ein weiterer Klassikevent auf der Myer Music Bowl, einer riesigen Freiluftbuehne.
- hmmm. Hab ich noch was vergessen. Habe auch noch einige neue Stadtteile und Strassen durchstreift und fotografisch erkundet.
Klingt doch gut der Alltagstrott, oder? Nun, ehrlich gesagt, brauch ich jetzt erst mal ein paar ruhige Abende, nach den ganzen Freizeitaktivitaeten der letzten Tage. Bin ja auch keine zwanzig mehr....
Sonntag, 8. Februar 2009
Noch mehr Alltagsleben!
Nachdem ich noch eine weitere Woche an der Gold Coast verbracht und noch zwei weitere Waende mit Justin gebaut und aufgestellt habe, bin ich vorletzten Samstag nach Melbourne geflogen. Zunaechst habe ich mit Rene` und Tanja noch einige schoene Tage verbracht und unter anderem eine Gayparade in St. Kilda und das Gefaengnis, in dem Ned Kelly (das ist so etwas wie ein australischer Robin Hood) seine letzten Tage verbrachte, sowie das Finale der Australian Open in der Liveuebertragung gesehen.
Dann kam der Ernst des Lebens: ich begab mich auf die Jobsuche und wurde nach diversen Absagen und einem Probearbeiten als Filzstiftverkaeuferin fuendig. Zunaechst erhielt ich einen Job als Wurstverkaeuferin bei einem deutschen Wurstmann (naeheres unter www.wurstman.com). Da es sich dabei aber nur um einen Job an den Sonntagen auf diversen Events handelte, suchte ich weiter.
Dann kam der Ernst des Lebens: ich begab mich auf die Jobsuche und wurde nach diversen Absagen und einem Probearbeiten als Filzstiftverkaeuferin fuendig. Zunaechst erhielt ich einen Job als Wurstverkaeuferin bei einem deutschen Wurstmann (naeheres unter www.wurstman.com). Da es sich dabei aber nur um einen Job an den Sonntagen auf diversen Events handelte, suchte ich weiter.
Auf dem Queen Victoria Market (der uebrigens schon seit 1878 existiert) fand ich dann eine Vollzeitstelle (5 Tage die Woche, jeweils ab 4 Uhr morgens ausser am Montag und Mittwoch) an einem italienischen Obst- und Gemuesestand. Dafuer musste ich aber leider dem Wurstmann absagen.
Nun habe ich bereits meinen zweiten Arbeitstag ueberstanden. Ich bin noch etwas unbeholfen, weis viele Preise nicht und mache auch den ein oder anderen Fehler. Einige wissen ja, dass ich schon einmal an einem mediterranen Stand auf dem Markt in Jena gearbeitet habe, aber der ist bei weitem nicht mit dem Markt hier zu vergleichen. Es herrscht viel mehr Betrieb, wir muessen alles im Kopf ausrechnen und meine Chefin ist auch nicht zimperlich. So vergeht ein elf Stunden Arbeitstag jedoch sehr schnell. Abends erhalte ich stehts cash meinen Arbeitslohn und laufe so nicht Gefahr, mich wegen ausbleibender Gehaltsschecks rumstreiten zu muessen.
Als Arbeitnehmer nehme ich Melbourne auf einmal ganz anders wahr. Wenn man nicht mehr ganz entspannt als Tourist unterwegs ist, wirkt vieles auf einmal nicht mehr ganz so glitzernd. Die Stadt gefaellt mir weiterhin sehr gut, bin nun aber in der Realitaet und im Alltag angekommen.
Wohne in einem kleinen, einfachen Hostel, dass eine Wochenmiete anbietet. Es ist ganz OK, aber voll von deutschen Abiturienten, die das erste Mal von daheim weg sind.
Ihr duerft nun gespannt sein, wie es in den naechsten Wochen weiter geht. Ich habe mir zumindest vorgenommen, mindestens einen Monat in Melbourne zu bleiben und zu arbeiten.
Nun habe ich bereits meinen zweiten Arbeitstag ueberstanden. Ich bin noch etwas unbeholfen, weis viele Preise nicht und mache auch den ein oder anderen Fehler. Einige wissen ja, dass ich schon einmal an einem mediterranen Stand auf dem Markt in Jena gearbeitet habe, aber der ist bei weitem nicht mit dem Markt hier zu vergleichen. Es herrscht viel mehr Betrieb, wir muessen alles im Kopf ausrechnen und meine Chefin ist auch nicht zimperlich. So vergeht ein elf Stunden Arbeitstag jedoch sehr schnell. Abends erhalte ich stehts cash meinen Arbeitslohn und laufe so nicht Gefahr, mich wegen ausbleibender Gehaltsschecks rumstreiten zu muessen.
Als Arbeitnehmer nehme ich Melbourne auf einmal ganz anders wahr. Wenn man nicht mehr ganz entspannt als Tourist unterwegs ist, wirkt vieles auf einmal nicht mehr ganz so glitzernd. Die Stadt gefaellt mir weiterhin sehr gut, bin nun aber in der Realitaet und im Alltag angekommen.
Wohne in einem kleinen, einfachen Hostel, dass eine Wochenmiete anbietet. Es ist ganz OK, aber voll von deutschen Abiturienten, die das erste Mal von daheim weg sind.
Ihr duerft nun gespannt sein, wie es in den naechsten Wochen weiter geht. Ich habe mir zumindest vorgenommen, mindestens einen Monat in Melbourne zu bleiben und zu arbeiten.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Nach langem Schweigen...
... meinerseits will ich Euch heute wieder einmal auf den neusten Stand meiner Erlebnisse bringen. Die sind schwer zu beschreiben, da ich gerade so richtig in den Alltag eingetaucht bin. Ich weile immer noch an der Gold Coast bei Kathrin und Justin, wo ich mich mittlerweile schon richtig zu Hause fuehle. Die Zeit vergeht superschnell, da wir gerade ein Buero fuer Justin bauen und ich mithelfen darf. Quasi ein weiterer Wwoofjob. Bin total der Arbeit mit dem Holz verfallen und schaue nach dem Hobeln und Schleifen jedem Balken ganz entzueckt auf seine wunderbare Faerbung und Maserung. Vielleicht sollte ich umschulen und Schreiner oder Tischler werden? Werde demnaechst mal einige Bilder hochladen, um den Bauprozess zu dokumentieren.
Bis Dienstag hatten wir zudem Besucher aus Deutschland. Kathrins Onkel Rene und seine Begleiterin Tanja machten auf dem Weg von Cairns nach Melbourne einen Zwischenstopp. Wir nutzten die Zeit, um die Umgebung zu erkunden. Neben einem Besuch im Backpacker- und Aussteigerzentrum Byron Bay und der "Hanfstadt" Nimbin, einer Wanderung zu den Minyon Falls, diversen Badestopps, dem Besuch der Murrwillumbah Art Gallery und des Marktes in Murrwillumbah, habe ich nun auch endlich den hoechsten Berg der Gegend genannt "Wollumbin" (Wolkenfaenger) bzw. Mt. Warning bestiegen. Der steile Aufstieg brachte mich an meine physischen Grenzen, ploetzlich fuehlte ich mich konditionell wie eine 70-Jaehrige. Zum Schluss mussten wir sogar Bergsteigen. Oben habe ich mich aber schnell bei Kaffee und TimTamBombs erholt. Ihr wisst nicht, was das ist? Schokokekse durch die man Kaffee ansaugt und die dann ganz wunderbar im Mund schmelzen und so zu einer Schokoexplosion fuehren. Der Abstieg war dann sehr entspannt. Bin eben nur eine Downhillbergziege.
Hauptevent der letzten Wochen war aber die Taufe von Charlie am 18.01. Jetzt darf ich mich nach meiner Nichte, meines ersten Patenkindes annehmen und ihm immer tolle Dinge beibringen und Geschenke machen. Charlie ist echt goldig und ich habe schon eine Kindesentfuehrung angedroht.
An der Taufe konnte ich leider nur als passiver Zuschauer teilnehmen, da ich weder getauft bin noch an Gott glaube und luegen wollte ich bei einer so wichtigen Frage auch nicht. Aufgabe der Paten ist es aber in der katholischen Kirche, dem Kind den Glauben an Gott zu vermitteln und das kann ich dann wohl schlecht uebernehmen. Jetzt bin ich eben die Patentante fuer weltliche Fragen und kontroverse Glaubendiskussionen, was ja auch nicht schaden kann.
Weitere Neuigkeiten hab ich vorerst nicht. Bei uns zieht nach der Abreise der beiden Abgesandten aus Deutschland wieder der Alltag ein. Am Office stehen schon die beiden Hauptwaende und am Wochenende wollen wir Brisbane einen Besuch abstatten.
Hoffe Euch ist zu Hause nicht alles eingefroren und ihr kuschelt Euch mit Euren Lieben oder Haustieren auf dem Sofa ein. Danke uebrigens fuer die Schneefotos aus den Kernbergen.
Also bis bald. Ich denk an Euch.
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