Donnerstag, 9. April 2009

Ab in den Norden...

...genau wir befinden uns auf der Suedhalbkugel und da fliegt man nicht in den Sueden sondern in den Norden, wenn man die Sonne sucht. Ich habe also einen Sprung von Hobart nach Cairns unternommen und mich innerhalb weniger Stunden in einer anderen Welt wiedergefunden:

trophisches Klina mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 35 grad, Stingers (Quallen) im Meer, die jedes ungeschuetzte Baden zum Selbstmordtripp werden lassen, Massen an jungen partyfreudigen Touristen und mindestens genau so vielen Buchungsbueros fuer diverse Touren zum Great Barrier Reef, Cape Tribulation, ... Da koennte man fast vergessen, die wunderschoene Landschaft zu erwaehnen. Doch die ist das wirklich lohnenswerte an einem Tripp in den Norden: unendliche und meist recht leere Straende (kann ja eh keiner baden und die Sandflies tun den Rest), unglaublich blaues Wasser unter dessen Oberflaeche sich farbenfrohe Korallenriffe und Fische tummeln, trophischer Regenwald mit einer unermesslichen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, unzaehlige kleine Inseln, die die Kueste saeumen und an paradiesisch wirkende Werbeplakate in Reisebueros erinnern. das sind ganz schoen viele Un's, das heisst also, es lohnt sich wirklich einmal herzukommen.

Auch ich habe einige Tourverantstalter um mehrere Dollar reicher gemacht. So erkundete ich auf einer Tagestour den Daintree Nationalpark und das Cape Tribulation, welches (neben vielen anderen Orten im Norden) Captain Cook und einem Anfall uebler Laune seinerseits  seinen Namen verdankt. Leider bietet eine Tagestour viel zu wenig Raum zum Erkunden. Immer, wenn es gerade schoen wurde, startete der Bus zur Weiterfahrt.
Am Folgetag ging es dann auf eine Bootstour zum Great Barrier Reef. Den Grossteil der Hinfahrt verbrachte ich am Boden sitzend mit einem Beutelchen in der Hand, abgelenkt von einem Crewmitglied. Beim Schnorcheln ging es mir dann aber gleich besser. War schon etwas seltsam: das erste mal schwimmen im offenen Meer, bei kraeftigem Wellengang und staendig hatte ich Salzwasser im Schnorchel. Dann habe ich auch noch die Chance zu einem Einstiegstauchgang nutzen wollen ... habe aber unter Wasser Panik bekommen und war nach 30 Sekunden wieder draussen. Hab's dannach etwas langsamer angehen lassen und war nur noch schnorcheln. Und das wurde dann auch von Mal zu Mal schoener. Es war zwar nach dem juengsten Zyklon noch etwas trueb, dennoch fand ich die Vielfalt an Korallen und Fischen dort sehr bemerkenswert. 
Naechstes Ausflugsziel war das Touristenoertchen Kuranda oder vielmehr die Eisenbahn und die Seilbahn, die dieses mit Cairns verbinden und einen duch wunderschoene Naturkulissen fuehren. Wie gesagt, der Ort, der fuer seine Maerkte bekannt ist, hatte an sich neben vielen nutzlosen Souvenirs nicht viel zu bieten.
Anschliessend goennte ich mir noch einen Tag zum organisieren und ausruhen in Cairns und schon ging es weiter zum "Island Hopping" die Ostkueste hinunter.

Keine Kommentare: