Die Landschaft und die Schoenheiten der Natur im Nordosten Australiens habe ich ja schon im letzten Eintrag ausfuehrlich angepriesen. Aehnlich koennt ihr Euch auch die restliche Umgebung bis Brisbane vorstellen. Es bleibt heiss und feucht, es wimmelt auch weiterhin von endlosen Sandstraenden, tiefblauem bis tuerkisem Meer und natuerlich anderen Touris.
Von Cairns aus sprang ich mit einem Mini-Traveller-Pass fuer den Greyhoundbus nach Brisbane bewaffnet in den naechsten Bus, der mich nach Townsville fuehrte. Die Stadt verliess ich allerdings sofort per Faehre mit Ziel Magnetic Island. Auch diese Insel verdankt ihren Namen dem guten alten Captain Cook, dessen Kompassnadel hier voellig durchdrehte. Entsprechend wurde auch ich von der Insel angezogen, die allerdings etwas schlaefrig wirkte. Hinzu kam ein recht abgewirtschaftetes Hostel (Travellers Hideaway). Hat mir aber dennoch gefallen, die Insel zunaechst mit einer Schweizerin von der Faehre und dann allein bei einem 16km Morgenspaziergang zum Westpoint zu durchwandern. Dabei machte ich erstmals die Bekannschaft von Sandflies bzw. deren Auswirkungen. Diese fiesen, winzig kleinen (und daher auch kaum sichtbaren) Dinger pinkeln einen tatsaechlich an. Durch Reibung dringt dann ihr Gift in die Haupt ein und erzeugt viele lustige kleine Schwellungen, die zunaechst wie Mueckenstiche aussehen, sich aber in Schwellung und Juckreiz als viel unangenehmer erweisen. Wer meine Wirkung auf Muecken kennt, kann schon ahnen, dass auch dieses Insekt seine wahre Freude an mir hatte. So kam ich auf Magnetic Island noch mit diversen Stichen unter den Armen davon, wurde/war aber spaeter (dumm, wenn man nicht dazu lernt und immer noch kein Insektrepellent dabei hat) auf Fraser Island "voll angepisst". Da half nur noch ein Antihistaminicum aus der Pharmacy bzw. Apis Globuli aus dem Health Shop. Letzteres liess mich nach kurzer Zeit wieder menschich aussehen.
Von Magnetic Island reiste ich weiter nach Airlie Beach, von wo fast alle der Touren zu den Whitsunday Islands (auch hier was Captain Cook aktiv, der die Inseln am White Sunday entdeckte... oder das zumindest glaubte) starten. In Begleitung von 22 anderen Reisenden und drei Crewmitgliedern segelte ich am naechsten Tag auf und davon. Diesmal ohne die Fische zu fuettern. Unser Schiff mit dem schoenen Namen Whitehaven, brachte uns nicht nur zum gleichnamigen Traumstrand (Top 2 der Weltrangliste) sondern auch zu diversen Korallenriffs, wo wieder mal nach Herzenslust geschnorchelt werden konnte. Teilweise lagen diese nur 50 Zentimeter unter der Wasseroberflaeche und waren daher zum Greifen nah. Gemeinsam mit einer unglaublichen Fischvielfalt und guten Sichtverhaeltnissen bei strahlendem Sonnenschein gefielen sie mir sogar noch besser als das Great Barrier Reef... mit den Bildern war es leider umgekehrt. Statt einer gemieteten Unterwasserdigitalkamera hatte ich diesmal nur eine Einmalkamera dabei. Die Bilder waren entsprechend schlecht.
Die Tour war fuer mich das Highlight der Ostkueste: super leckeres Essen, wahnsinns Wetter, zweimal Schnorcheln (jeweils im Stinger-Schutzanzug) und ein Landgang, nette Truppe (erstmals sind keine weiteren Deutschen im Boot), viel Zeit zum Traeumen und in der Sonne faulenzen.
Anschliessend legte ich auf Fraser Island eine Ruhepause ein, buchte nur eine Uebernachtung im dortigen YHA und den entsprechenden Transfer (da dieser mit einer der Tagestouren stattfand, bekam ich auch noch einiges zu sehen... ausser Dingos) und relaxte im eigenen Bungalow mit Bad und Pool und langen Strandspaziergaengen entlang dem 90 Mile Beach oder Highway, der als "Rennstrecke" fuer die 4WDs der Inselbesucher dient.
Dannach ging es weiter nach Brisbane, doch das erzaehl ich Euch ein andermal...
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1 Kommentar:
Liebe Manja, wenn Du "Glück" hast, erlebst Du die Sandflies noch einmal in Neuseeland mit großer Heftigkeit. An der Ostküste im Süden der Südinsel hatten wir an zwei Tagen regelrecht gelitten. Leider habe ich das Bild von meinen zerschundenen Beinen nicht mehr. - Dir weiterhin viele schöne Erlebnisse wünschen Ingemarie und Volker
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